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07.03.2019 von Minas Botzoglou, Regional Sales Director DACH bei Delphix

Wie Unternehmen mit DataOps die Herausforderungen der digitalen Transformation meistern

In der heutigen Geschäftslandschaft ist jede Firma mit Wettbewerbsanspruch ein Datenunternehmen. Denn wer dauerhaft erfolgreich bleiben möchte, muss alle verfügbaren Daten strategisch einsetzen. 

Autor: Minas Botzoglou, Regional Sales Director DACH bei Delphix (Quelle: Delphix)

Dabei sollen Firmen aber weiterhin sensible Kundeninformationen konsequent schützen und die Vielzahl neuer und strengerer Datenvorschriften (über)erfüllen. Gleichzeitig benötigen allerdings immer mehr Nutzer und Mitarbeiter Zugang zu immer mehr und umfangreicheren Datensätzen. Mit DataOps können Unternehmen hier die Balance zwischen Sicherheit und Zugänglichkeit finden.

Unternehmen jeder Größenordnung investieren in die Entwicklung neuer datengetriebener Anwendungen und Geschäftsmodelle, um ihr eigenes Innovationspotenzial zu fördern. Im Falle der digitalen Transformation von Geschäftsprozessen erfordert das vor allem Flexibilität. Denn bleiben die Bereitstellung und Verwaltung von Daten in weitgehend manuellen Prozessen verwurzelt, werden diese schnell zu einem Engpass für Fortschritt und Effizienz. Die exponentiell wachsenden Datensätze beschleunigen diese Entwicklung. Die großflächige Bereitstellung von Daten ist für viele Unternehmen jedoch oft mit Adjektiven wie langsamteuer und vor allem riskant behaftet.

Sicher und gleichzeitig nutzerfreundlich

Auch eine neue Studie des führenden Forschungs- und Beratungsunternehmens 451 Research beweist das noch einmal eindrücklich: 451 Research hat 150 Führungskräfte in Firmen befragt, wo sie die größte Herausforderung in der digitalen Transformation sehen. Eine Mehrheit der Teilnehmer gab dabei den Security-Bereich (68%) und die Datenbereitstellung für verschiedene Nutzer (42%) an.

 

 

Laut einer aktuellen Studie von 451 Research sehen 68% der Befragten die größte Herausforderung der digitalen Transformation im Security-Bereich (Quelle: 451 Research DataOps Survey).

 

Im Sicherheitsbereich stellt sich insbesondere die Frage, wie man in immer komplexeren IT-Infrastrukturen und Cloud-Landschaften weiterhin Datensicherheit und Compliance-Treue gewährleisten kann. Bei der Benutzerfreundlichkeit besteht die Schwierigkeit dagegen darin, sogenannte „User Frictions“ zu verhindern, also Spannungen zwischen verschiedenen Nutzergruppen. Denn heutzutage verlangen alle Bereiche einer Firma nach einem Datenzugang. Je besser die Bereitstellung funktioniert, desto flexibler kann das Unternehmen auf Marktveränderungen reagieren – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

Daher gilt es, möglichst schnell Lösungen in den Bereichen Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit zu finden. Nur so kann eine Firma wettbewerbsfähig bleiben und sich weiterentwickeln. Mehr denn je gilt dabei der Aphorismus: Zeit ist Geld.

DataOps: Eine willkommene Hilfestellung

Hilfe bei der Lösungsfindung bietet DataOps. In der Studie definiert Matt Aslett, Research VP für Data, AI & Analytcs bei 451 Research den Begriff als die Koordination von Menschen, Prozessen und Technologien, um agile und automatisierte Ansätze für das Datenmanagement in Unternehmen zu fördern und so die Geschäftsziele zu erreichen. Das Ziel von DataOps ist, den Zugriff auf Unternehmensdaten zu erleichtern, um den Anforderungen der beteiligten Interessengruppen in der Datenlieferkette (Entwickler, Datenwissenschaftler, Business-Analysten, DevOps-Experten usw.) gerecht zu werden und gleichzeitig eine breite Palette von Anwendungsfällen zu unterstützen. DataOps spielt damit für das gesamte Datenmanagement eine zentrale Rolle.

Die Umfrage von 451 Research bestätigt diese Sichtweise: 94% aller befragten Firmen, die DataOps nutzen, haben bereits eine Strategie für die digitale Transformation entwickelt. 92% der Befragten stimmen zudem der Aussage zu, dass DataOps einen positiven Einfluss auf den Erfolg des Unternehmens hat. Und 66% der Entscheidungsträger glauben, dass DataOps ihre Datensicherheit verbessert.

Lösungen für mehr Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit

Daten müssen gesichert werden, damit nur autorisierte Personen Zugang zu ihnen haben. Das geschieht allerdings in vielen Fällen immer noch unzureichend. IT-Systeme und Personen sind nicht unfehlbar, und der einzige Weg, Benutzer mit den benötigten Daten zu versorgen, besteht darin, Risiken innerhalb der Daten proaktiv zu identifizieren und zu minimieren.

Genau das leistet DataOps: Es erlaubt den Einsatz von automatisierten Techniken wie dem Maskieren von Daten, sodass Firmen auch vertrauliche Daten anonymisiert an die Teams und Drittpartner weitergeben können, die sie benötigen, ohne deren Inhalte zu gefährden. Anspruchsvolle Datenunternehmen können sich anschließend darauf verlassen, dass eventuell auftretende Sicherheitsprobleme die Realdaten der Kunden keinen größeren Schaden anrichten und die Firma nicht gefährden.

Im Benutzer-Bereich besteht die einzige Möglichkeit der intensiven Nachfrage zu begegnen darin, einen Data Self-Service bereitzustellen. Was genau Selbstbedienung dabei bedeutet, variiert von Benutzer zu Benutzer. Aber trotz aller Unterschiede müssen alle Nutzer in der Lage sein, ohne größeren Aufwand und lange Wartezeiten an die benötigten Daten zu gelangen. Nur ein automatisiertes Datenmanagement kann das in dem benötigten Ausmaß optimal sicherstellen und die Kooperation einzelner Firmenbereiche untereinander modifizieren, z.B. in Form von abteilungsübergreifenden Teams.

DataOps macht digitale Transformation zur großen Chance

DataOps ist bisher noch nicht im Mainstream eingezogen und steht verhältnismäßig am Anfang seiner Entwicklung. Das ist allerdings kein Grund, DataOps nicht möglichst schnell in die eigene Digitalstrategie einzubinden. Denn die Studiendaten belegen: Schon jetzt können Unternehmen von diesen Strategien in großem Umfang und nachhaltig profitieren. Sie fördern ein agiles, sicheres und nutzerfreundliches Datenmanagement, das sich als Teil einer ganzheitlichen Transformation zu einem erheblichen Wettbewerbsvorteil entwickeln kann.

Den vollständigen Bericht der 451 Research Studie können Sie hier herunterladen.