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15.12.2017 von kpl

Urlaub ist wichtiger als Altersvorsorge

Zu den Sparmuffeln gehören die Deutschen bekanntlich nicht. Die Sparquote zählt europaweit zu den höchsten. Doch die Motive des Sparens sind offenbar eher kurzfristiger Natur.

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Einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa zufolge sparen die meisten Deutschen lieber für ihre nächste Urlaubsreise als für ihre private Altersvorsorge. „Viele Verbraucher denken nur an die Gegenwart und befassen sich nur ungern oder gar nicht mit der Zeit im Alter“, sagt Professor Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland). „Das kann sich rächen. Denn für den sorgenfreien Ruhestand braucht es eine frühzeitige und ganzheitliche Finanzplanung.“ Mit professionellen Finanzplanern, wie die vom FPSB Deutschland zertifizierten CERTIFIED FINANCIAL PLANNER® (CFP®-Zertifikatsträger) sind Verbraucher auf der sicheren Seite.

 

Werden Deutsche vor die Wahl gestellt, entweder für den Urlaub oder die Altersvorsorge Geld zurückzulegen, entscheiden sich laut der Forsa-Umfrage im Auftrag von Union Investment 57 Prozent für den Urlaub und nur 36 Prozent für die Altersvorsorge. Das Ergebnis der Studie verdeutlicht auch, wie groß der Stellenwert des Urlaubs überhaupt ist. Fast ein Drittel würde auch auf andere Ersparnisse oder finanzielle Reserven zurückgreifen, um nicht ganz auf den Urlaub verzichten zu müssen.

 

Laut Forsa haben deutsche Haushalte für alle Urlaubsreisen zusammen im vergangenen Jahr im Durchschnitt 4.307 Euro ausgegeben. Viele bezahlen demnach ihre Reise mit Geld, das sie extra dafür beiseitegelegt haben. Das bedeutet: Obwohl eigentlich jedem mittlerweile bewusst sein sollte, dass die gesetzliche Rente im Alter nicht ausreicht, wird trotzdem lieber für den nächsten Urlaub gespart.

 

„Solch ein Engagement und Sparwillen zeigen jedoch leider die Wenigsten, wenn es um das Thema Altersvorsorge geht“, sagt Prof. Tilmes, der auch Wissenschaftlicher Leiter des PFI Private Finance Institute / EBS Finanzakademie der EBS Business School, Oestrich-Winkel, ist. Doch diese Ignoranz kann sich böse rächen. Denn ist das Rentenalter erreicht, besteht die Gefahr, dass nicht genug Geld vorhanden ist, um den wohlverdienten Ruhestand auch wirklich genießen zu können.

 

Obwohl vielen Berufstätigen das Risiko der Versorgungslücke bekannt ist, befassen sie sich häufig erst relativ spät mit ihrer konkreten finanziellen Lage im Alter. Dabei ist es im aktuellen Niedrigzins-Umfeld extrem wichtig, möglichst früh mit dem Sparen zu beginnen und dabei höher rentierende Anlageformen zu wählen. Je früher Geld für den Ruhestand angespart wird, desto besser. Denn die Zeit und der Zinseszinseffekt arbeiten für den Verbraucher.

 

„Es geht nicht darum, dass Verbraucher auf den wohlverdienten Urlaub verzichten sollen“, sagt Prof. Tilmes. Doch Sparer sollten die eigene Altersvorsorge nicht ganz aus den Augen verlieren. Mit Hilfe einer individuellen Finanzplanung können Berufstätige das Ziel erreichen, langfristig Vermögen aufzubauen und abzusichern. „Und wer sich frühzeitig damit auseinandersetzt, kann deutlich gelassener in die Zukunft schauen.“

 

Professionelle Unterstützung ratsam

Tilmes rät daher dringend dazu, das Thema Finanz- und Vermögensplanung schnellstmöglich in Angriff zu nehmen und dazu die Hilfe qualifizierter Finanzfachleute zu suchen. Gerade die CFP®-Zertifikatsträger wollen für ihre Klienten nicht nur kurzfristige Profite erzielen, sondern den langfristigen Vermögensaufbau sowie die finanzielle Absicherung bis zum Lebensabend planen und organisatorisch begleiten. Alle wichtigen Fragen und Herausforderungen rund um das Thema Altersvorsorge können mit Hilfe professioneller Finanzplaner, wie die vom FPSB Deutschland zertifizierten CERTIFIED FINANCIAL PLANNER® (CFP®), frühzeitig erkannt und gelöst werden.

 

Mit Hilfe einer umfassenden Analyse der derzeitigen Vermögenssituation, der Risikoeinstellung und einer Liquiditätsrechnung erarbeiten die CFP®-Zertifikatsträger Lösungsansätze, mit denen sich ein Anleger besser auf diese Entwicklung und seinen eigenen Ruhestand vorbereiten kann. Inflationäre Entwicklungen in verschiedenen Ausprägungsgraden können abgebildet und deren Auswirkungen auf die Vermögenssituation des Anlegers simuliert werden.