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07.12.2017 von bf

Provizinal Rheinland bewegt sich in der Wolke

Die Provinzial Rheinland setzt für die Speicherung ihrer Kundendaten auf die Microsoft Cloud Deutschland. Für ein skalierbares Kundenportal greift das Unternehmen außerdem zu Azure Service Fabric. Der in Düsseldorf beheimatete Versicherer gehört zur Sparkassen-Finanzgruppe und bietet umfassenden Versicherungsschutz für Privat- und Gewerbekunden.

„Wir haben uns für die Microsoft Cloud Deutschland entschieden, weil sie nicht nur beliebig skaliert, sondern auch alle Compliance-Anforderungen vollständig abdeckt“, erläutert Patric Fedlmeier, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands bei der Provinzial Rheinland. „Damit können wir sogar Kundendaten in der Cloud speichern und werden so zum Vorreiter in der deutschen Versicherungsbranche.“ Das Besondere an der Microsoft Cloud Deutschland: Die Cloud-Dienste werden aus deutschen Rechenzentren in Frankfurt/Main und Magdeburg bereitgestellt. Die Kundendaten werden in Deutschland gespeichert. Ausschließlich der Datentreuhänder, T-Systems International GmbH, hat die Kontrolle über den Zugriff auf Kundendaten, soweit der Zugriff nicht vom Kunden oder von Endnutzern des Kunden ausgeht.

Kundenähe aus Tradition – Azure Service Fabric aus Innovation

Seit jeher setzt die Provinzial Rheinland auf große Nähe zu ihren Kunden: Der 1836 gegründete Versicherer verfügt über eine große Zahl von Außendienststellen – momentan rund 700 im rheinischen Kerngebiet des Unternehmens. Viele dieser Geschäftsstellen sind überdies seit mehreren Generationen in Familienhand.


Heute informieren sich insbesondere jüngere Kunden zunehmend über das Internet zu aktuellen Angeboten und möchten mit ihrer Versicherung über digitale Kanäle wie Facebook oder WhatsApp kommunizieren. Um sich stärker auf diese jungen und digital affinen Zielgruppen auszurichten, hat die Sparkassen DirektVersicherung (S-Direkt), eine Tochter der Provinzial, beschlossen, ein neues Kundenportal aufzubauen. „Alle Angebote müssen für alle Kunden intuitiv und schnell nachvollziehbar sein“, erläutert Jürgen Cramer, Vertriebsvorstand der S-Direkt, die Motivation des Projekts. „Und es gilt: mobile first.“


Nach der Evaluation von Microsoft Azure entschied das IT-Team, auf das moderne Konzept von flexiblen, einfach zu skalierbaren, agilen und ausfallsicheren Microservices mit Azure Service Fabric zu setzen. Service Fabric ist die Technologiegrundlage, auf der die Azure-Infrastruktur sowie weitere Microsoft-Dienste basieren, wie etwa Skype for Business, Intune, Azure Event Hubs, Azure Data Factory, Azure Cosmos DB, Azure SQL-Datenbank, Dynamics 365 und Cortana. „Diese Technik ist nicht trivial“, sagt Fedlmeier. Die Azure Service Fabric umfasst zahlreiche Cloud-Tools – von Cluster-Verwaltung, Naming-Service und Failover-Management bis zu einem Dateiablagedienst.


Für die Umsetzung griff S-Direkt auf das IT-Team der Provinzial Rheinland zurück, das bei der Evaluation der IT-Infrastruktur auf die Microsoft Cloud stieß: „Für so ein zukunftsweisendes Portal kommt nur modernste Technologie infrage“, sagt Fedlmeier. „In der Microsoft Cloud stehen uns genau die Werkzeuge zur Verfügung, die agile Entwicklungen ermöglichen.“