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02.11.2017 von hs

Die Lücke auf der letzten Meile wird geschlossen

Bislang besteht zwischen dem Datenausgang der In-/Exkasso-Systeme von Versicherungen und der Übermittlung an die Banken oftmals noch eine Lücke. Wilken und PPI wollen das durch ein automatisiertes Forderungsmanagement für Versicherungen ändern. 

Bislang besteht zwischen dem Datenausgang der In-/Exkasso-Systeme von Versicherungen und der Übermittlung an die Banken oftmals noch eine Lücke. Denn die Datensätze, etwa zu den Lastschrifteinzügen, werden in der Regel nicht automatisiert übergeben. Diese Lücke auf der letzten Meile zur Bank wollen die Wilken Software Group und die PPI AG, Hamburg, jetzt schließen. Im Fokus der neuen Kooperation steht die Anbindung der In-/Exkasso-Lösung WInEx von Wilken an das Firmen-kundenportal TRAVIC-Port von PPI. Damit lassen sich künftig sämtliche Zahlungsinformationen vollautomatisiert und vor allem auch revisionssicher an die Banken übermitteln. Da keine manuellen Eingriffe mehr nötig bzw. möglich sind, können manipulative Eingriffe ausgeschlossen und alle Compliance-Vorgaben erfüllt werden. Mit dieser Lösung können Versicherungen eine zentrale Payment-Plattform aufbauen, über die auch weitere Herausforderungen wie etwa das Thema „Instant Payments" angebildet werden können. Auf dem Messekongress „IT für Versicherungen" am 28. und 29. November 2017 in Leipzig treten die bei-den Partner erstmals gemeinsam auf, unter anderem im Rahmen des Fachforums Branchentrends mit dem Vortrag "Bezahlverfahren in der Versicherungswirtschaft – Wie sich das In-/Exkasso verändern wird".

 

 

Die Sicherheit bei der Datenübermittlung zwischen WInEx und TRAVIC-Port wird durch elektronische Unterschriften und kryptografische Verschlüsselung sichergestellt. TRAVIC-Port wird dabei über Web-Services integriert. Das mandantenfähige System ist hochverfügbar, auf einen 24×7-Betrieb ausgerichtet und multi-bankfähig (EBICS- und FinTS-Standard). WInEx bildet die gesamte In-/Exkasso-Buchhaltung eines Unternehmens ab. Das System übernimmt die Verwaltung der Forderungsbestände sowie der Abwicklung sämtlicher Zahlungen und Leistungen gegenüber dem Kunden. Zahlungseingänge werden maschinell mit hoher Trefferquote den Personenkonten sowie den offenen Posten zugeordnet. Dazu wird im System ein auf die Besonderheiten des jeweiligen Unternehmens abgestimmtes Regelwerk hinterlegt, mit dem der Kontenausgleich weitestgehend automatisiert durchgeführt wird. Auch das Mahnverfahren kann automatisiert und an einen externen Inkassodienstleister angeschlossen werden. Die Effizienz des Systems basiert auf eben diesen regelbasierten Logiken, die eine Automatisierung vieler Prozessschritte erlauben. Die Integration in ein bestehendes Rechnungswesen erfolgt als Nebenbuch, das mit dem jeweils bestehenden Hauptbuch verbunden werden kann.