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13.06.2019 von red

4 Herausforderungen, denen IT-Abteilungen sich heute stellen müssen

Unternehmen stehen im Rahmen der Digitalisierung vor immensen Herausforderungen: Während neue Technologien das Leben der Nutzer immer komfortabler machen, wird die zugrundeliegende Infrastruktur immer komplexer. Wie sich die explodierende Zahl an Services und Abhängigkeiten bewältigen lässt, diskutierten IT-Experten aus führenden deutschen Unternehmen nun im Steigenberger Airport Hotel in Frankfurt am Main.

Referenten von Daimler, DATEV, KION, A1 Telekom Austria, die Bayerische IT und Santander sprachen in ihren Vorträgen über den Stand der digitalen Transformation in ihren Unternehmen und neue Trends wie AIOps. Karsten Flott, Sales Engineering Manager bei AppDynamics, zeigte vier Entwicklungen auf, denen IT Abteilungen heute gegenüberstehen.

 

1. IT ist Business-kritisch

 

Insbesondere in den letzten zehn Jahren hat sich Technologie rasant weiterentwickelt. Der wohl wichtigste Treiber sowohl im Business als auch im Privaten sind Applikationen. Benutzer erwarten heute Aufgaben intuitiv, elegant und schnell in einer App erledigen zu können. Doch beispielsweise jeder Fingertipp in einer Smartphone App kann tausende Aktionen in einem Rechenzentrum beim Anbieter, in einer Public Cloud oder in serverlosen Umgebungen auslösen. So einfach ein Dienst also für den Nutzer wirkt, so komplex ist es für Unternehmen und IT-Teams, die nötige Technik dahinter bereitzustellen. Kommt es an irgendeinem Punkt zu einem Fehler, ist das gesamte Business in Gefahr – im schlimmsten Fall können keine Transaktionen ausgeführt werden und Nutzer wenden sich ab.

 

2. Komplexe IT braucht ein Zentralnervensystem

 

Um dieser Komplexität Herr zu werden braucht es das nötige Know-How. Eine gut ausgebildete IT-Abteilung ist also eine wichtige Grundlage. Doch bei der Vielzahl von Ereignissen in einer komplexen IT-Umgebung ist es auch für den bestausgebildetsten IT-Experten kaum möglich, den Überblick zu behalten. Darum zieht Künstliche Intelligenz in die IT-Operations ein. AppDynamics und sein Mutterkonzern Cisco nennen diesen Ansatz „Central Nervous System of IT“. Wie im Zentralnervensystem des Menschen laufen nämlich in einer AIOps-Plattform Daten aus den unterschiedlichsten internen und externen Quellen zusammen. Nicht nur Anwendungsmetriken, sondern auch Marketing- und Geschäftszahlen lassen sich in den Dashboards abbilden. Die immer engere Verknüpfung zwischen Anwendungs-Performance und Geschäftserfolg lässt sich auf diese Weise perfekt abbilden. 

 

3. Probleme nicht nur erkennen, sondern vermeiden

 

Eine AIOps-Plattform hilft nicht nur beim Erkennen von Störungen innerhalb der Infrastruktur, sondern trägt dazu bei, sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Sie erfasst sämtliche Geschäftstransaktionen und erkennt dank Predictive Analytics Probleme bereits in ihrer Entstehung. Treten Störungen dennoch auf, hilft Künstliche Intelligenz, etwa die Cognition Engine von AppDynamics, bei der automatisierten Suche nach Fehlerursachen. In Zusammenarbeit mit Orchestrierungs- und Automatisierungssystemen übernimmt die Plattform außerdem eine Steuerungsfunktion und leitet vordefinierte Aktionen ein. Ohne ein solches, leistungsfähiges Zentralnervensystem lässt sich die komplexe Infrastruktur hinter digitalen Technologien nicht mehr kontrollieren und steuern. Denn nur ein System dieser Art liefert die notwendige Transparenz und Handlungsschnelligkeit, um eine hochwertige Nutzererfahrung zu gewährleisten.

 

4. Wandel braucht Agents of Transformation

 

Die Implementierung neuer Technologien, wie AIOps, stellt traditionell aufgestellte Firmen oft vor Herausforderungen und selbst das enge Zusammenspiel von IT und Geschäftserfolg ist noch nicht in allen deutschen Unternehmen komplett verstanden. Um also den Wandel der IT-Abteilung vom internen Service-Dienstleister zum Mitgestalter des Unternehmenserfolgs voranzutreiben, braucht es Menschen die dies bereits verinnerlicht haben. Diese „Agents of Transformation“ sind diejenigen Mitarbeiter im Unternehmen, die die Motivation, die Fähigkeiten und die Vision mitbringen, um die digitale Transformation voranzutreiben. Sie starten die entscheidenden strategischen Initiativen und treiben deren Umsetzung federführend voran.

 

Einige Agents of Transformation standen beim AppDynamics Event in Frankfurt auf der Bühne und haben aus ihrem Alltag berichtet. Insgesamt bestand unter den eingeladenen Unternehmen ein breiter Konsens darüber, dass auf den IT-Abteilungen heute ein Effizienzdruck lastet, den sie nur mit Automatisierung bewältigen können. Denn die Anforderungen an sie sind klar: mit schneller Bereitstellung, hoher Transparenz und Fehlervermeidung aktiv zum Geschäftserfolg beizutragen.