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18.03.2019 von hs

Hackathon HACKNEXT mit neuen Antworten

 Vom 7. bis zum 9. März rauchten die Köpfe im Münchner Kohlebunker: 110 Hacker rangen in zwanzig Teams mit zukunftsweisenden Digitallösungen für die Versicherungsbranche um den ersten Platz beim zweiten HACKNEXT.

Auf dem weg zur nächst großen Innovation.

Die Palette der umgesetzten Ideen reichte vom smarten Vertrags-Assistenten über strukturierte Renten-Visualisierung hin zu bemerkenswerten Bankassurance-Solutions. Ganz oben auf dem Siegertreppchen stand schließlich Team Xmen mit einer Mikropayment-Applikation für die Rente und gewann damit satte 10.000 Euro Preisgeld. Workshops und Vorträge für die rund 50 nichtprogrammierenden Besucher rundeten den Versicherungs-Hackathon ab. Veranstaltet wurde HACKNEXT von DataArt den Versicherungsanalysten Franke und Bornberg, der Kreativagentur Kaiser X Labs sowie von zeb. 

Challenges und Jury

Die Hackerteams widmeten sich Fragen aus vier zentralen Bereichen: 

 

  1.  Welche Konzepte helfen Menschen dabei, ihre finanzielle Zukunft vorauszuplanen?
  2. Wie schöpfen Versicherer die vorhandene Datenmenge optimal aus? Wie gestalten auf Daten basierende intelligente Versicherungsprodukte das Leben des Kunden komfortabler?
  3. Wie treten Vermittler in Zukunft am besten mit Kunden in Kontakt?
  4. Wie können mit PSD2, Online- und Mobilebanking Risikobewertungen verbessert, wie Versicherungsportfolios von Kunden optimiert werden?  

Die Jury hatte alle Hände voll zu tun, die besten Lösungen aus den Pitches herauszufiltern. Preisrichter waren Christoph Carl und Denis Fischer (Allianz), Fabias Van Lancker (Swiss Life Deutschland), Martin Langkau (Kaiser X Labs), Martin Baierlein (IBM), Michael Franke (Franke und Bornberg) sowie Stefan Geipel (zeb). Die technische Jury stellte Alexander Makeyenkov (DataArt). Diese Expertenrunde arbeitete mit einem anonymen Abstimmungssystem, das die Hacks nach den vier Aspekten Präsentation, Innovation, UI/UX sowie technische Qualität bewertete. Am Ende gewannen drei Teams. 

 

Am überzeugendsten agierte Team Xmen, das im Segment „Ruhestand neu denken“ eine Lösung entwarf, um Mikrozahlungen für den Ruhestand zu leisten. Dies kommt der jungen Zielgruppe entgegen, die weder viel Geld noch viel Gedanken für die Rente aufbringen kann und mag. Geringe Zahlungen tun nicht weh und die unkomplizierte Art des Geldtransfers baut potentielle Hürden ab. Idee, Praxisnähe, angenehmes User-Erlebnis und bestechend guter Pitch katapultierte die Mannschaft auf Platz eins. Platz zwei und damit 1.500 Euro sicherte sich Team InsurIT mit seiner Lösung zur Challenge: „Zukunft der digitalen Bankassurance“. Seine Anwendung verknüpft Informationen aus sozialen Netzwerken und Bank-Transaktionen klug miteinander, um das Kundenumfeld besser zu verstehen und maßgeschneiderte Versicherungslösungen anzubieten.

 

Während der Demo ließ die Crew die KI von IBM Watson ein Bild eines Fahrrads auf einem Kunden- Twitter-Feed erkennen und bot ihm umgehend eine Fahrradversicherung an. Strike for a bike! Auf dem dritten Platz landete I-Gent. Die Hacker spielten in der Challenge „(R)evolution des Versicherungsagenten“ ihr Können aus und entwarfen ein CRM- sowie ein Omni-Channel-Dashboard, das gebundenen Agenten den Dialog mit seinem Klienten erleichtert – und umgekehrt. Das Konzept entschied blitzschnell, ob Chatbot oder der Verkäufer selbst das Gespräch übernehmen und verschafft Agenten mit dem klar gestalteten, grafisch ansprechenden Dashboard Überblick. Die Sponsorenpreise von IBM , Github, Swiss Life, Allianz, Contenful und Exec sahnten die Teams PALI, InsurIT und Plan?Los! (alle IBM), Guacamole, A Team, I-Gent, liabilititeam sowie Xmen ab.