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26.02.2016 von Peter Wüst, Director Cloud & Alliances CEMA bei NetApp

Mit der Cloud bares Geld sparen


Autor: Peter Wüst, Director Cloud & Alliances CEMA bei NetApp

Frischer Wind schafft neue Freunde

 

Die Einführung einer hybriden Cloud-Infrastruktur bringt darüber hinaus kulturelle Änderungen mit sich und macht eine neue Denkweise in der IT notwendig. Die häufig noch vorhandenen Sicherheitsbedenken gegen die Cloud gilt es aufzugreifen und beispielsweise durch eine Zusammenarbeit mit zertifizierten Cloud-Providern mit Rechenzentren in Deutschland zu entkräften. Gleichzeitig benötigen die IT-Mitarbeiter neue Fähigkeiten. Die eigenen IT-Experten müssen in der Lage sein, die Leistungen von externen Cloud-Providern bewerten und vergleichen zu können. Dieser Prozess unterscheidet sich erheblich von den bisherigen Vorgehensweisen beim Kauf von Software und Lizenzen. So wandelt sich schließlich auch die Aufgabe der IT-Abteilung: Diese wird immer mehr zum Vermittler von Applikations- und Informationsservices.

 

Mit NetApp Technologien können Unternehmen ihre Daten zwischen Cloud-Ressourcen und Service-Anbietern in beide Richtungen verschieben. So müssen sich der CIO nicht auf einen Cloud-Anbieter festlegen und kann Ressourcen aus AWS, Azure oder SoftLayer beliebig kombinieren.

 

Mit Backup in die Cloud einsteigen

 

Das Backup mit seinen standardisierten und wiederkehrenden Tätigkeiten zählt zu den IT-Leistungen, die durch Einsatz von Cloud-Ressourcen ein hohes Einsparpotenzial versprechen. Damit eignet sich die Optimierung der Backup-Strategie ideal als Einstieg in das Cloud Computing. So tragen die Aufgaben rund um die Datensicherung nicht zur Wertschöpfung bei und rauben hochbezahlten IT-Spezialisten ihre kostbare Zeit. Außerdem verbrauchen die Backup-Systeme kostbare Fläche im Rechenzentrum und verursachen zusätzliche Kosten, beispielsweise für Kühlung und  Energiebedarf.

 

Wer Daten in die Cloud ausgelagert, spart die Investitionskosten für zusätzliche Storage-Kapazitäten im Backup-Umfeld. Zudem ist der Cloud-Speicher sehr flexibel und nach Bedarf buchbar. Die Integration der Cloud erhöht auch die Sicherheit im Katastrophenfall, da die Daten außerhalb des eigenen Unternehmens an einer zweiten Stelle abgelegt sind. Themen wie Backup und Disaster Recovery (DR) sollte man daher immer gemeinsam betrachten und über nur eine Lösung realisieren.

 

Den richtigen Anbieter finden

 

Unternehmen haben höchst individuelle Anforderungen an Sicherheit, Datenmengen und verfügbare Backup-Zeiten. Zudem möchten IT-Verantwortliche trotz Cloud-Integration ihre bereits getätigten Investitionen in Backup-Software und Storage-Systeme sichern. Auf der Suche nach einem geeigneten Backup-Service aus der Cloud zeigt sich schnell, dass es zwar sehr viele Dienstleister hierfür gibt, aber so richtig vergleichbar sind die Angebote nicht. Das liegt unter anderem daran, dass es keine übergreifenden und vergleichbaren Kriterien gibt, die den Leistungsumfang beschreiben. Genau zu diesem Punkt hat sich zum Beispiel NetApp konkrete Gedanken gemacht und das Angebot „Backup as a Service“ mit einer Art Gütesiegel versehen. Damit sind die Leistungen, die ausschließlich über autorisierte Service Provider erbracht werden, einem Qualitätsstandard unterworfen.

 

Wer generell noch auf der Suche nach einem Beratungs- und Implementierungspartner ist, sollte sich von diesem zunächst Referenzprojekte zeigen lassen, die dem eigenen Cloud-Projekt möglichst nahe kommen. Ein weiterer wichtiger Punkt: Der Cloud-Anbieter sollte ein Rechenzentrum in Deutschland betreiben und durch Auswahl des richtigen Providers sicherstellen, dass die Daten Deutschland nicht verlassen.

 

Neue Aufgaben für den CIO

 

Das Rechenzentrum erlebt heute bereits eine Koexistenz verschiedener Betreibermodelle und vor allem eine Integration von vielfältig ausgeprägten Cloud-Diensten. CIOs sollten auf die Entwicklung vorbereitet sein, da sie in Zukunft verstärkt als Orchestrator von IT-Services tätig sind, die von externen Dienstleistern erbracht werden.

 

 

Marktzahlen zu Cloud Computing in Deutschland

Die Marktanalysten von IDC sehen den weltweiten Cloud-Markt im Jahr 2018 bei einem Umsatzvolumen von etwa 200 Milliarden US-Dollar angekommen. Das jährliche Wachstum wird mit durchschnittlich 19 Prozent geschätzt. Für Deutschland sieht IDC einen Umsatz von 7,9 Milliarden Euro in 2018 bei einem durchschnittliches Jahreswachstum von 26 Prozent. Ähnlich optimistisch geben sich die Marktforscher der Experton Group aus München: Ihrer Prognose nach werden deutsche Unternehmen für Cloud Technologien inklusive der notwendigen Beratungsleistungen im Jahr 2015 schon rund neun Milliarden Euro ausgeben.


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