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01.03.2019 von red

SWIFT GPI-Überweisungen überschreiten Marke von über 40 Billionen US-Dollar

SWIFT GPI hat mit internationalen Banküberweisungen im Wert von 40 Billionen US-Dollar im Jahr 2018 einen bedeutenden Meilenstein erreicht. Im Zuge der schnellen Akzeptanz des Dienstes stieg der Anteil grenzüberschreitender Zahlungen über GPI von 15% von Anfang 2018 auf 56% zum Ende des Jahres - eine Steigerung um 270% gegenüber dem Vorjahr. 

Mehr als 3.500 Banken, die 85% des gesamten Zahlungsverkehrs über das SWIFT-Netzwerk abwickeln, haben sich für die Einführung von GPI entschieden. Damit wird deutlich, dass der Dienst in nur zwei Jahren nach seiner Einführung den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr grundlegend und umfassend verändert hat. "SWIFT hat sein Versprechen größerer Transparenz und Vorhersehbarkeit im Zahlungsverkehr erfüllt und damit gezeigt, wie schnell die bankenübergreifende, branchenweite Zusammenarbeit Innovation schaffen kann. Jahre lang haben Kunden ihre Banken nach einer Lösung für die durchgängige End-to-End-Transparenz von Zahlungen gefragt, die einfach zu nutzen und umzusetzen sowie leicht verständlich ist. Jetzt führen wir 76% unserer Überweisungen über GPI aus und können unmittelbar auf diese Kundenbedürfnisse reagieren – mit großem Nutzen für die Bank. Prozesse, die zuvor Tage gebraucht hatten, sind nun innerhalb von Sekunden abgeschlossen.", sagte Emma Loftus, Head of Global Payments bei J.P. Morgan Treasury Services.  

SWIFT GPI transferiert täglich bereits über 300 Milliarden US-Dollar in 148 Währungen über mehr als 1.100 Länderkorridore. Durchschnittlich 40% der GPI-Überweisungen werden den Endbegünstigten innerhalb von 5 Minuten gutgeschrieben. Die Hälfte wird innerhalb von 30 Minuten gutgeschrieben, drei Viertel innerhalb von sechs Stunden und nahezu 100% innerhalb von 24 Stunden.

 “Wir suchen immer nach Wegen, unseren Kunden größere Schnelligkeit, Sicherheit sowie Transparenz und Nachverfolgbarkeit ihrer Zahlungen zu bieten. Seit wir SWIFT GPI in unsere kundenseitigen Portale und digitalen Tools integriert haben, können tausende unserer Kunden Zahlungen in eine Vielzahl von Ländern innerhalb von Sekunden überweisen. SWIFT GPI bedeutet für die Kunden von HSBCnet, dass sie den Verlauf ihrer grenzüberschreitenden Zahlungen verfolgen können – und uns unterstützt es bei der schnelleren Beantwortung von Kundennachfragen.”, ergänzte Thomas W. Halpin, Global Head of Payments Product Management der HSBC. 

Aufbauend auf diesem Erfolg wird SWIFT den GPI-Kerndienst zügig um eine Reihe zusätzlicher Funktionalitäten ergänzen und GPI in eine Vielzahl von Anwendungen integrieren. Ein Beispiel dafür ist die Ergänzung des integrierten und interaktiven API-basierten GPI-Dienstes, der eine dynamische Bank-zu-Bank-Interaktion in Echtzeit ermöglicht, durch einen "Post-Payment"-Ermittlungs- und Kontenabstimmungs-Service zur Verbesserung der Vorhersagbarkeit und Effizienz internationaler Zahlungen. 

Parallel dazu wird SWIFT ein Portal starten, über das sich E-Commerce- und Handelsplattformen direkt an SWIFT GPI anschließen können. Das Portal wird mehrere Handelsplattformen nahtlos mit GPI-Mitgliedern verbinden und ermöglicht so die Einleitung von GPI-Überweisungen, die Zahlungs-Nachverfolgung von Ende zu Ende, die Zahler-Identifizierung und Gutschriftbestätigung unmittelbar von einer Vielzahl von Plattformen ermöglichen.

 

Mit der Nutzung des Service durch tausende von Banken weltweit und mit einem Anteil von 99% des gesamten Zahlungsverkehrs auf einigen der wichtigsten Länderkorridore – wie etwa USA-China – ist SWIFT GPI zweifellos zum De-facto-Standard in einer neuen Ära schneller, sicherer und effizienter grenzüberschreitender Zahlungen geworden. GPI-Überweisungen sind bereits in die wichtigsten Großbetrags-Zahlungssysteme rund um die Welt integriert und können heute schon in nahezu 100 nationalen Systemen nachverfolgt werden. Viele der Vorteile von GPI reichen so über das bereits umfassende SWIFT-Netzwerk hinaus. Auf dieser Grundlage und über GPI-Mitgliedsbanken hat SWIFT erfolgreich die Anbindung von GPI an nationale Echtzeit-Zahlungssysteme erprobt. Daraus soll in Kürze ein neuer SWIFT GPI "Instant Cross-border Payments Service" entwickelt werden.

 “Nachdem wir den überaus wichtigen Wendepunkt von mehr als 50 Prozent der grenzüberschreitenden Zahlungen über GPI überschritten haben, können wir jetzt schnell daran gehen, unser Ziel zu realisieren, grenzüberschreitende Echtzeit-Überweisungen – und sogar Instant-Zahlungen – rund um die Welt zur Verfügung zu stellen. Durch die Einbindung von APIs, die Erprobung der Distributed Ledger-Technologie und die Erforschung neuer Technologien wie etwa Vorhersageanalysen liefern wir zeitnah neue Funktionalitäten und Anwendungen – und stellen damit sicher, dass die Prozesse bei grenzüberschreitenden Zahlungen genauso nahtlos funktionieren wie bei Inlandszahlungen.”, erklärte Gottfried Leibbrandt, CEO von SWIFT.