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29.05.2017 von kpl

SWIFT führt ersten “Payments Tracker” ein

Ab sofort steht der neue grenzüberschreitende „Payments Tracker” von SWIFT zur Verfügung, mit dem internationale Überweisungen in Echtzeit nachverfolgt werden können. Der Tracker ist ein Eckpfeiler der GPI Initiative von SWIFT, der durch die Verbindung der Echtzeit-Nachverfolgung von Zahlungen mit der Schnelligkeit und Sicherheit des taggleichen Settlements eine Neuerung für die Finanzindustrie bedeutet. 

Seit seiner Betriebsaufnahme im Januar 2017 nutzen oder implementieren mehr als 20 weltweit aktive Transaktionsbanken den SWIFT GPI-Service, weitere 50 Banken stehen vor der Implementierung. Hunderttausende von GPI-Zahlungen wurden bereits über das Netzwerk in mehr als 85 Länder versandt.

„Die Reaktion auf die Einführung des GPI-Service von SWIFT im Markt war überaus positiv. Die Leistungsfähigkeit des neuen Trackers dürfte ergänzend dazu beitragen, die Dynamik zu verstärken und die Verbreitung des Service im internationalen Zahlungsverkehr weiter zu beschleunigen”, sagte David Bannister, Principal Analyst von Ovum, einer marktführenden Forschungs- und Beratungsfirma für digitale Services. „Die häufigste Klage von Firmenkunden betrifft die fehlende Einsicht in den Status ihrer Zahlungen. Mit dem Leistungsspektrum des Trackers hat SWIFT dieses Problem gelöst – das macht ihn zu einem nützlichen Tool, das den Treasurern von Firmenkunden ihre Kernaufgaben erleichtert.“

SWIFT GPI verschafft Unternehmen, die im internationalen Handel aktiv sind, eine fristgerechtere Bezahlung für ihre Services oder Güterlieferungen und ermöglicht damit eine schnellere Abwicklung über die Lieferkette. Mit dem innovativen GPI Tracker erhält der Treasurer eine ‚End-to-End‘-Nachverfolgung seiner Zahlungen in Echtzeit, verbunden mit einer Bestätigungsmeldung, sobald das Geld auf dem Konto des Empfängers eintrifft. Zudem ermöglicht er einen exakteren Abgleich von Zahlungen und Rechnungen sowie die Optimierung der Liquidität mit verbesserten Cash-Forecasts und reduziert Währungsrisiken durch die taggleiche Gutschrift der Mittel in der Zeitzone des Begünstigten. Der Tracker ist über eine offene Programmierschnittstelle (API) zugänglich, die ihn weltweit mit bankeigenen Systemen kompatibel macht – somit ist für die Nutzung der GPI-Vorteile ein Höchstmaß an Wirkung bei schnellerer Verbreitung gewährleistet. 

„Der cloudbasierte Tracker mit Zugriff über API ist das innovative Element der GPI-Initiative. Er verbindet alle Teilnehmer im Zahlungsverkehr und fördert in hohem Maße die Kundenzufriedenheit“, betonte Christian Westerhaus, Head of Product and Strategy, Institutional Cash Management, bei der Deutschen Bank. Gerhard Schwab, Head of Payment Services der BayernLB, ergänzte: „Die gesteigerte Transparenz, die mit SWIFT GPI einhergeht, ist für unsere Kunden und Sparkassen von höchstem Interesse. Zudem sind wir überzeugt, dass GPI die Zahlungen beschleunigt und GPI-Zahlungen über kurz oder lang zur ‚neuen Normalität‘ im internationalen und währungsübergreifenden Geschäft werden.“ 

SWIFT GPI hat von der Finanzindustrie weltweit bedeutende Unterstützung erfahren. Über 110 führende Transaktionsbanken, die mehr als 75 Prozent aller grenzüberschreitenden Zahlungen über das SWIFT-Netzwerk repräsentieren, haben sich bereits zu dem Service angemeldet. Zu den neuesten Mitgliedern zählen die Agricultural Bank of China, Bank of Communications, Banque Centrale Populaire, BayernLB, China Citic Bank, China Minsheng Banking Corporation, Commercial Bank of Kuwait, Denizbank, Ebury, Industrial Bank, Guangfa Bank, Lek Securities, Ping An Bank, Piraeus Bank, Postal Savings Bank of China, Shanghai Pudong Development Bank, Turkiye Cumhuriyeti Ziraat Bankasi, Westpac Banking Corporation und Yapi Kredi sowie Zhejiang Rural Credit Cooperative Union (eine vollständige Liste aller teilnehmenden Banken ist über diesen Link erhältlich).

Der Service ist zudem kompatibel mit und integriert in die nationalen Zahlungsverkehrs-Marktinfrastrukturen (MIs) auf der ganzen Welt, die jeweils das regionale Clearing und Settlement von GPI-Zahlungen erleichtern. Banken können bereits jetzt GPI-Zahlungen über die 56 an SWIFT angebundenen MIs sowie andere MIs austauschen, die wiederum regionale und lokale Marktpraktiken für ihre Teilnehmer eingerichtet haben, die den GPI-Service nutzen. SWIFT betreut zudem aktiv die weiteren MI-Communities für künftige GPI-Kompatibilität.

„Die heute bekannt gegebene Verfügbarkeit des GPI-Trackers ist bedeutsamer Schritt auf dem Weg zu einer wegweisenden neuen Erfahrung für Firmenkunden in aller Welt”, sagte Christian Sarafidis, Chief Marketing Officer bei SWIFT. „Mit der Nutzung der richtigen Technologie zur rechten Zeit und mit Unterstützung der richtigen Akteure hat SWIFT erfolgreich dazu beigetragen, einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung des Korrespondenzbankgeschäfts zu erreichen.”

Wim Raymaekers, Programm-Manager für SWIFT GPI, fügte hinzu: „Dies ist lediglich der Anfang von SWIFT GPI. Wir werden weiterhin neue Technologien untersuchen – wie etwa die Blockchain – und noch mehr wertschöpfende Zahlungsservices entwickeln, mit denen wir die internationale Zahlungsverkehrs-Landschaft weiter entwickeln und den globalen Handel beschleunigen .”