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27.09.2018 von hs

Scalable Capital wird auch zum Whitelabel-Anbieter

Ein junges Unternehmen nutzt das Old-boys-Netzwerk. Scalable Capital treibt das Geschäft mit B2B-Partnerschaften mit Hilfe von Blackrock, das am Münchner FinTech seit vergangenem Jahr beteiligt ist,  weiter voran. Für die Digitalbank der Santander-Gruppe hat Scalable Capital gemeinsam mit BlackRock eine White-Label-Lösung für eine digitale Vermögensverwaltung entwickelt. Der neue Service ist nahtlos in das Online-Banking von Openbank integriert und steht den Kunden der spanischen Digitalbank zur Verfügung.

"Wir sehen dieses Modell als ein Musterbeispiel für weitere Kooperationen, an denen wir bereits arbeiten. Nun geht es aber erst einmal darum, möglichst viele der Openbank-Kunden für die digitale Vermögensverwaltung zu begeistern“, Florian Prucker, Gründer und Geschäftsführer von Scalable Capital.

„Wir wollen nicht nur der führende digitale Vermögensverwalter für Privatkunden in Europa werden, wir wollen uns auch als die präferierte europäische B2B-Plattform für digitale Vermögensverwaltungs-Lösungen etablieren. Wir freuen uns sehr darüber, dass Openbank diese Plattform nun dazu nutzt, Kunden schon ab 500 Euro eine digitale Vermögensverwaltung anzubieten“, sagt Erik Podzuweit, Gründer und Geschäftsführer von Scalable Capital. 

Scalable Capital liefert Technologie, BlackRock die strategische Asset Allocation

Während Scalable Capital die technologische Infrastruktur für den digitalen Vermögensverwalter gebaut hat, liefert BlackRock die strategische Asset Allocation für die Openbank-Portfolios. Den Openbank-Kunden stehen fünf verschiedene Risikoklassen zur Verfügung, die sich in der Gewichtung von Aktien- und Anleihen-Indexfonds unterscheiden. Anders als in Deutschland investieren Anleger dabei in Indexfonds und nicht in Exchange-Traded Funds (ETFs), denn bei Umschichtungen zwischen Indexfonds fallen in Spanien keine Kapitalertragssteuern an. 

„Wir freuen uns sehr über das Vertrauen von Openbank. Gemeinsam mit BlackRock ist uns eine sehr kundenfreundliche Lösung gelungen, die die Modularität unserer technischen Infrastruktur belegt und somit auch das breite Spektrum möglicher B2B-Kooperationsmodelle aufzeigt. Wir sehen dieses Modell als ein Musterbeispiel für weitere Kooperationen, an denen wir bereits arbeiten. Nun geht es aber erst einmal darum, möglichst viele der Openbank-Kunden für die digitale Vermögensverwaltung zu begeistern“, sagt Florian Prucker, Gründer und Geschäftsführer von Scalable Capital.

Um die Einstiegshürde insbesondere für junge Anleger möglichst niedrig zu halten, liegt der Mindestanlagebetrag bei nur 500 Euro. Dafür haben die Partner ein sogenanntes „Fractional Dealing“ eingerichtet, damit auch Bruchteile von Indexfonds gehandelt werden können. Andernfalls wäre eine ausreichende Diversifizierung in den kleinen Portfolios nicht möglich. Sparpläne können kostenlos eingerichtet werden, die Vermögensverwaltung wird Openbank-Kunden zudem im Jahr 2018 noch kostenlos angeboten, danach werden die nach Anlagevolumen gestaffelten Kosten stets unter ein Prozent betragen. Mit dem von Scalable Capital neu entwickelten „Goal-Based Investing” haben Kunden außerdem die Möglichkeit, ihren Vermögensaufbau an einem konkreten Sparziel auszurichten.

 

Vollständige End-to-End-Automatisierung durch Scalable Capital

 Openbank hat sich auch deshalb für Scalable Capital als Partner entschieden, weil das Fintech die technologische Expertise mitbringt, End-to-End-Prozesse vollständig zu automatisieren. Alle Frontend-, Backend- und Backoffice-Prozesse können unkompliziert via APIs gesteuert werden. Der Service ist komplett in das Online-Banking von Openbank integriert, damit Kunden keine weitere Authentifizierung durchführen müssen (Single Sign-on). 

Openbank ist eine Tochtergesellschaft der Banco Santander. Openbank wurde 1995 als Telefonbank gegründet und ist seit einem Re-Launch im vorigen Jahr Spaniens erste reine Digitalbank. Sämtliche Dienstleistungen – von Kreditkartenzahlungen bis hin zu Kreditanträgen – können per App abgerufen werden.