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07.05.2018 von Oliver Wunderlich, Niederlassungs­leiter Deutschland der Cummins-Allison GmbH

Quo vadis, Bankfiliale?

Der deutsche Bankensektor befindet sich im Umbruch. Wer in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben möchte, muss nicht zuletzt ein Filialerlebnis schaffen, das den digitalen und lokalen Anforderungen moderner Bankkunden gerecht wird. Dabei spielt Bargeld eine nicht zu ­unterschätzende Rolle, vor allem in der Bundesrepublik.

Bargeld ist bei Kunden beliebt, benötigt aber zur effizienten Verarbeitung professionelle Hardware

Die Deutsche Bank hat laut Bloomberg seit der Einführung des Euro mehr Bargeld ausgegeben als alle anderen europäischen ­Zentralbanken zusammen. Mehr als die Hälfte der rund 1,1 Billionen Euro, die 2016 in Umlauf waren, stammen aus Deutschland. Die deutsche Emission ist ein wesentlicher Grund dafür, dass das Gesamtvolumen der liquiden Mittel im Euroraum weiter zunimmt. „Die Deutschen schätzen ihr Bargeld sehr, das ist nicht von der Hand zu weisen“, sagte Bundesbankpräsident Jens Weidmann 2016.

Beliebtes Bargeld 

Auch in Zeiten von PayPal und Online-Überweisungen ist Bargeld nach wie vor das beliebteste Zahlungsmittel in Deutschland, und daran wird sich auf absehbare Zeit nichts ändern, wie die folgenden Fakten zeigen:

  • Bargeld macht 74 Prozent aller Transaktionen in Deutschland aus
  • 96 Prozent der Zahlungen unter 5 Euro sowie der Großteil der Ausgaben bis 50 Euro2 werden weiterhin bar bezahlt
  • Deutsche haben im Schnitt 103 Euro2 in ihrer Brieftasche
  • Die Deutschen schätzen die Anonymität des Bargeldverkehrs

Kunden und Einzelhandel brauchen eine zentrale Anlaufstelle zur Abwicklung ihrer Bargeldgeschäfte, egal, ob es um ganz normales Abheben oder die Einzahlung der Tageseinnahmen geht. Dies ist nur einer von zahlreichen Gründen, warum Bankfilialen auch in der heutigen digitalisierten Welt noch gebraucht werden. Dabei geht Kundenservice über das rein beratende Geschäft hinaus und schließt einen weiteren, wichtigen Bereich mit ein: Die Verarbeitung und die daran geknüpfte Verfügbarkeit von Bargeld. Ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen einer Bank und ihren Kunden lebt vom persönlichen Kontakt und der ­Fähigkeit, erforderliche Dienstleistungen zu erbringen. Dabei spielt die Verein­fachung und Erleichterung von Bargeldtransaktionen eine entscheidende Rolle.

Digitalisierung ist nicht alles

Onlinebanking wird gerne und flächen­deckend genutzt in Deutschland, die Bindung zur lokalen Filiale ist jedoch nach wie vor ein wichtiger Faktor. Laut einer Umfrage des Bankenverbandes meinen 54 Prozent der befragten Kunden, dass Banken ein funktionierendes Filialnetz benötigen und nicht alles online geregelt werden kann. Der persönliche Kontakt ist also auch im digitalen Zeitalter wichtig und ausschlaggebend für eine hohe Kundenzufriedenheit. Moderne Filialen bieten ihren Kunden ein ausgewogenes Angebot aus Finanzberatung und Bargelddienstleistungen.

Um beides so attraktiv wie möglich zu verknüpfen, müssen Banken die schnelle und präzise Bargeldverarbeitung wieder zurück in Ihre Zweigstellen holen. Mit modernen, zuverlässigen und effizienten Technologien zur Bargeldverarbeitung sind sie in der Lage, die Bargeldverarbeitungsprozesse innerhalb der Filiale effizienter zu gestalten. Die so gewonnenen Ressourcen können dann wiederum in ein breiteres Beratungsspektrum investiert werden, um sämtliche Anforderungen des modernen Kunden optimal zu erfüllen und neue Umsätze zu generieren. Die Transformation hin zu modernen Bankfilialen ist bereits in vollem Gange. Nur wer auf die individuellen Bedürfnisse seiner Kunden eingeht, wird sie nicht nur überstehen, sondern zudem die Kundenzufriedenheit nachhaltig verbessern. Mehr über die Möglichkeiten zur Filialumgestaltung erfahren Sie unter www.cumminsallison.de/transformieren.