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11.07.2017 von Guido Falkenberg, Senior Vice President Global Customer Innovation, Software AG

Finanzdienstleister brauchen Anwendungsplattformen mit Weitblick

Das Finanz- und Versicherungswesen sowie Behörden zählen zu den „early adopters“ der IT. Ihr Geschäftsbetrieb basiert auf individualisierten Kernanwendungen, die komplex und oft über Jahre hinweg gewachsen sind. Gleichzeitig müssen Finanzdienstleister aktuelle Trends aufgreifen, um den Service-Erwartungen ihrer Kunden gerecht zu werden und wettbewerbsfähig zu bleiben. Gefragt ist eine IT-Plattform, die Modernisierung der kompletten Anwendungslandschaft unterstützt und dabei langfristige Investitionssicherheit bietet.

Die Welt der Technologie verändert sich rasend schnell. Vor 16 Jahren hatte Apple noch nicht einmal den iPod erfunden. Heute hören viele Menschen ihre Musik gleich auf dem iPhone, sprechen mit der virtuellen Assistentin Siri und möchten auch ihre Geldgeschäfte am liebsten ad-hoc und mobil erledigen. Gerade IT-Verantwortliche bei Finanzdienstleistern stehen daher vor großen Herausforderungen: Sie müssen technische Innovationen aufgreifen, um bei gleichbleibend hoher Sicherheit und Zuverlässigkeit neues Nutzerverhalten abzudecken. Gleichzeitig arbeiten sie mit Anwendungsprogrammen, die über viele Jahre entwickelt und immer wieder individuell angepasst wurden. Sie sind das Herz eines Unternehmens und stellen ein hohes Investitionsgut dar. Solche Systeme auszutauschen, wäre mit hohem Aufwand und erheblichen Kosten verbunden. Um zukunftsfähig zu bleiben und gleichzeitig ihre bisherigen Investitionen zu sichern, müssen Banken und Versicherungen daher in der Lage sein, ihre Applikationen möglichst kostengünstig zu modernisieren. Dafür benötigen sie eine Anwendungs- und Business-Plattform, die sie bei ihrer digitalen Transformation unterstützt.

 

Schnell, agil, und trotzdem langfristig sicher

 

Gute Plattformen bieten Skalierbarkeit und rasante Entwicklungsmöglichkeiten auf der einen Seite, aber auch langfristige Planungssicherheit auf der anderen. Unternehmen sollten darauf achten, dass der Anbieter noch über viele Jahre hinweg Support und Updates garantiert und seine Produkte kontinuierlich weiterentwickelt. So können sie sicher sein, dass Investitionen, die sie jetzt in ihre Systeme stecken, auch in Zukunft noch Bestand haben. Denn Entwicklungs-Plattform und Datenbankmanagement-System sind wie das Rückgrat der Transaktionssysteme. Nur wenn auch sie mit den neuesten Entwicklungen Schritt halten, können Anwendungen dies auch.

Themen, die vielen IT-Verantwortlichen derzeit unter den Nägeln brennen, sind zum Beispiel mobile & API Services, Internet der Dinge (IoT), Big Data Analytics oder die Unterstützung von DevOps-Methoden, um die Software-Entwicklung und -Bereitstellung agiler und kostengünstiger zu machen. Datenanalysen bringen heute einen wertvollen Wettbewerbsvorteil. Sie ermöglichen es, Sicherheitsvorfälle sehr schnell aufzudecken, Kundenbedürfnisse früher und besser kennenzulernen, Produkte zielgerichtet zu optimieren oder ganz neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Eine gute IT-Plattform bietet einfache Anbindungsmöglichkeiten an Big-Data-, IoT, Cloud- und Mobile-Plattformen. Außerdem unterstützt sie eine Anwendungsmodernisierung, indem sie zum Beispiel „Green Screens“ (altmodische Benutzeroberflächen) in moderne Webseiten umwandelt, Legacy-Programme automatisch analysiert und bereinigt, Daten in Echtzeit repliziert und Geschäftslogik als  .Net-, Java-, oder Webservices bereitstellt. Sie versetzt IT-Verantwortliche in die Lage, Anwendungen auf moderne Infrastrukturen (z.B. Linux, Container)  zu optimieren und Komplexität zu reduzieren, sodass diese zukunftsfähig bleiben und kostengünstiger werden.

 

Den Generationenwechsel meistern

 

Eine solche Optimierung und Modernisierung ist auch vor dem Hintergrund des Generationenwechsels Pflicht. Denn in vielen Unternehmen geht bald ein Großteil der Anwendungsentwickler in den Ruhestand. Damit geht auch wertvolles Know-how verloren. Gleichzeitig stehen Banken und Versicherungen vor der Herausforderung, im Zeitalter des Fachkräftemangels neue IT-Experten zu gewinnen. Moderne Systeme machen einen Arbeitsplatz für junge Nachwuchskräfte attraktiv. Ein Wissenstransfer kann umso leichter stattfinden, je einfacher und übersichtlicher die Systeme zu bedienen sind. Die Software AG unterstützt Unternehmen, die die Plattform Adabas & Natural einsetzen, durch die Eclipse-basierte und DevOps-fähige Entwicklungsumgebung NaturalONE und mit runderneuerten Schulungen. So war der jüngste Teilnehmer an einem Kurs zur Entwicklungsumgebung Natural gerade einmal 17 Jahre alt und konnte bereits nach fünf Tagen seine ersten Anwendungen programmieren. Außerdem können Unternehmen Managed Services in Anspruch nehmen, um Know-how-Engpässe zu vermeiden und einen sicheren Betrieb zu garantieren.

 

Geschäftskritische Anwendungen langfristig sichern

 

Agilität und Flexibilität sind die Zauberworte, von denen im Rahmen der Digitalisierung jeder spricht. Doch Banken und Versicherungen müssen nicht nur in der Lage sein, schnell auf veränderte Marktanforderungen zu reagieren. Sie müssen trotz allem auch langfristig planen. Eine digitale Business-Plattform, die die schnell auf neue Fachanforderungen reagiert und eine Modernisierung der bestehenden Anwendungen ermöglicht, hilft ihnen dabei. Wir garantieren daher mit unserer Initiative „Adabas & Natural 2050+“, dass Produkte und Services über das Jahr 2050 hinaus weiterentwickelt werden. So bleiben Unternehmen fit für die Zukunft und können auch den Generationenwechsel in der Anwendungsentwicklung problemlos meistern.

 

Die Initiative Adabas & Natural 2050+ wird auch auf der Digitalisierungskonferenz der Software AG, der Innovation Tour 2017, am 12. September präsentiert. 

 

 

 

 

Guido Falkenberg ist Senior Vice President Global Customer Innovation bei der Software AG und Vorstandsmitglied des Bitkom-Arbeitskreises Big Data. (Quelle: Software AG)