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14.11.2018 von hs

Schon seit 2002 Treffpunkt für IT in der Sparkassen-Finanzgruppe

Das FI-Forum gehört zu den Pflichtterminen für die (IT-)Entscheider der Sparkassen-Finanzgruppe, dennoch muss sich die Veranstaltung ständig neu erfinden, darüber sprachen wir mit Andreas Honsel, Abteilungsleiter Marketing, Finanz Informatik.

„Hier laden wir die Besucher ein, einen Blick über den Tellerrand der Branche hinaus zu werfen“, Andreas Honsel, Abteilungsleiter Marketing, Finanz Informatik

Das FI-Forum findet zum neunten Mal statt. Wo sehen Sie die stärksten Veränderungen gegenüber der ersten Veranstaltung 2002?

Honsel: Zum einen ist die Messe heute deutlich größer als damals. Zum anderen haben wir auch das Angebot erheblich erweitert: Erst haben wir die Messe um ein Get-Together erweitert, dann kamen Foren-Vorträge mit hinzu, gefolgt von verschiedenen Parallelveranstaltungen. Mittlerweile bieten wir unseren Besuchern ein sehr umfangreiches Informationsspektrum. Der Grund für diese Entwicklung ist einfach und über alle Jahre gleichgeblieben: Wir möchten einen Treffpunkt für Vorstände, Führungskräfte und IT-Fachleuten aus Sparkassen, Landesbanken und Verbundunternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe sein. Hier bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, sich auszutauschen und sich einfach und kompakt über die digitalen Lösungen und Services für das Bankgeschäft der Gegenwart und der Zukunft zu informieren.

Und welche Themen waren damals schon so aktuell, wie sie heute auch noch sind?

Die IT war auch in 2002 schon für das Bankgeschäft von großer Bedeutung. Deshalb ist die Kernfrage heute wie damals, wie IT die Institute effizient unterstützt. Auf der technologischen Seite sind die Fortschritte, die die IT gemacht hat, seit damals natürlich riesig. Nur zur Erinnerung: Damals hatten Handys noch Tasten und keinen Touchscreen. 

Der Innovationsbereich erfreut sich seit vielen Jahren sehr großer Beliebtheit. Gibt es eigentlich Beispiele, die sie zuerst hier vorgestellt haben und die mittlerweile im Alltag der Sparkassen angekommen sind?

Da gibt es einige Beispiele. In 2012 haben wir die Beratung per Videokonferenz vorgestellt. Dieses Angebot hat sich innerhalb kurzer Zeit im Alltag der Institute etabliert. Zwei Jahre später haben wir die „Mobile-zu-Mobile-Überweisung" vorgestellt. Das Resultat: Kwitt ist mittlerweile eine Erfolgsgeschichte. 

Und welche der in diesem Jahr gezeigten Innovationen werden künftig die Arbeit von Mitarbeitern in Sparkassen erleichtern?

In diesem Jahr konzentrieren wir uns im Innovationsbereich ausschließlich auf das Banking von morgen. Ein Thema, das sicherlich seinen Weg in die Institute finden wird, ist die Sprachbiometrie. Denn Sprache ist das bevorzugte Medium, wenn es einfach und schnell gehen soll. Deshalb haben wir bereits im Frühjahr eine Funktion realisiert, per Sprache über Google Home den Kontostand abzufragen. In der Zukunft wird Voice Banking ganz normal für uns alle sein. 

Das FI-Forum verzeichnet immer steigende Besucherzahlen. Das ist heutzutage bei Messen keine Selbstverständlichkeit mehr. Woher kommen der ungebremste Zuspruch und der Zuwachs neuer Besucher?

Die IT hat im Bankgeschäft an Bedeutung gewonnen. Wir bieten aber auch ein attraktives Programm für eine breite Zielgruppe – vom Vorstand über Führungskräfte bis hin zur Fachebene. Das macht das FI Forum zu einem einzigartigen Treffpunkt innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe. 

Sie entwickeln jedes Jahr das Messekonzept weiter. Welche inhaltlichen Schwerpunkte setzen Sie denn in diesem Jahr?

In diesem Jahr steht die Digitalisierung des Bankgeschäfts im Fokus. Wir zeigen das Zusammenspiel der IT-Systeme innerhalb der Institute, des Verbundes und auch die Vernetzung der vielfältigen Kontakt- und Vertriebskanäle zum Kunden. Um unsere Besucher noch zielgerichteter zu informieren, stellen wir die Themen in zehn Highlight-Bereichen vor. Neu ist der Bereich Inspiration: Hier laden wir die Besucher ein, einen Blick über den Tellerrand der Branche hinaus zu werfen.

Digitalisierung, Effizienz und Regulatorik waren in den vergangenen Jahren zentrale Handlungsfelder für Banken und Sparkassen. Welche Rolle spielen diese Themen auf der Messe?

Die Handlungsfelder sind die gleichen geblieben – neu sind unsere Lösungen, die wir vorstellen. Wir zeigen etwa beim Thema Regulatorik wie der aktuelle Stand des Integrierten Datenhaushaltes ist und in Sachen Effizienz stellen wir mit Office_neo die Arbeitsplatzlösung der Zukunft für die Sparkassen-Finanzgruppe vor. 

Das Begleitprogramm ist eine wichtige Säule des FI-Forums? Können Sie schon verraten, welche Redner die Besucher auf keinen Fall verpassen sollten

Wir bieten an den drei Messetagten mehr als 90 Vorträge. Da fällt die Auswahl zugebenermaßen schwer. Aber die Vorträge von Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeswhar, Buchautor Tom Schulz und den britisch-amerikanischen Unternehmer und Internet-Kritiker Andrew Keen sollten die Besucher im Kalender vormerken.

Im Laufe der Jahre haben sicherlich mehrere hundert Redner Vorträge auf dem FI-Forum gehalten? Welcher davon hat denn einen bleibenden Eindruck bei Ihnen hinterlassen?

Uns gelingt es bei jeder Veranstaltung eine spannende Mischung von Vorträgen anzubieten. Entsprechend gut besucht sind diese. Allerdings sticht auch immer ein Beitrag auf Grund der Besucherzahlen hervor. In den Vorjahren waren das sicherlich die Vorträge des Digitalisierungsexperten Ibrahim Evsan und Tom Schulz. Ich könnte mir vorstellen, dass in diesem Jahr Ranga Yogeshwar hier ein weiteres Highlight setzen wird.

Gibt es eigentlich Überlegungen, dass FI-Forum jährlich auszurichten? Schließlich ist das Tempo des digitalen Wandels ja sehr rasant.

Nein. Das FI-Forum als Hausmesse alle zwei Jahre hat sich bewährt.