Geldinstitute > Best Practice

07.08.2017 von Director Business Unit Financial Institutions, PS-Team

Betrugsprävention in der Asset-Finanzierung

BNP Paribas Leasing Solutions deckt mögliche Betrugsversuche in der Asset-Finanzierung über die Datenbank PS DataCollect auf. Als wichtiges Instrument der Risikoprävention wurde dieses Asset-Register nun auch bei BNP Paribas Leasing Solutions in der Unternehmenszentrale in Frankreich eingeführt.

Der institutsübergreifende Austausch von Objektdaten senkt das Betrugsrisiko in der Asset-Finanzierung

BNP Paribas Leasing Solutions ist euro­päischer Marktführer in der Finanzierung von mobilen Investitionsgütern. Die Eigentumsrechte dieser hochwertigen Objekte in Deutschland zu sichern, zählt zu den Aufgaben von Risk Director Christophe ­Schaeffer von der deutschen Niederlassung des Leasinganbieters. Das Unternehmen setzt bereits seit 2013 das Asset-Register ­PS DataCollect ein. Entstanden ist die Idee eines institutsübergreifenden Austauschs von Objektdaten in der Verbandsarbeit. ­Sowohl im Bundesverband Deutscher ­Leasing-Unternehmen (BDL) als auch im ­Bankenfachverband (BFACH) wurde diskutiert, was die Branche gegen Mehrfach- und Luftfinanzierung unternehmen kann.

Der Prozessdienstleister PS-Team hat die Diskussion aufgegriffen und das Asset-Register PS DataCollect auf den Markt gebracht. Die Systemsoftware prüft die Eigentumsverhältnisse finanzierter Fahrzeuge sowie weiterer Asset-Klassen – von der Bau- oder Landmaschine bis zum Office Equipment. Bei Verdacht einer Doppelfinanzierung werden die beteiligten Institute über einen Eskalations­mechanismus informiert und können den Fall so umgehend aufklären. 

„Uns ist bewusst, dass es keinen vollständigen Schutz vor betrügerischen Handlungen gibt“, sagt Christophe Schaeffer. Das Kreditausfallrisiko sinkt mit PS Data­Collect allerdings deutlich und das Register hat eine abschreckende ­Außenwirkung. „PS DataCollect hat sich in den letzten Jahren etabliert und ist bei den Nutzern von Maschinen, Anlagen und anderen hochwertigen Gütern bekannt. Unsere Erfahrung ist, dass Betrüger gezielt nach Instituten suchen, die nicht Mitglied in einem Asset-Register sind. Das bedeutet im Umkehrschluss: Das Betrugsrisiko für Banken und Leasinggesellschaften sinkt mit einer Mitgliedschaft. Eine Erweiterung des Netzwerks wird in Zukunft auch die Risiken für alle weiter senken.“

Internationaler Abgleich von Asset-Daten mit PS DataCollect

Im Gegensatz zu den vielen kleinen Leasinggesellschaften, die den deutschen Markt prägen, ist BNP Paribas Leasing Solutions ein internationaler Finanzdienstleister mit dezentraler Struktur. Jede Gesellschaft bearbeitet den eigenen lokalen Markt mit individuellen Konzepten. „Natürlich profitieren wir viel vom Austausch mit den anderen Ländergesellschaften und gute Ideen werden durchaus auch durch die Zentrale in Paris auf­gegriffen.“ Dort werden derzeit in einer Pilotphase Daten für PS DataCollect ­bereinigt und im Asset-Register einge­tragen. Neben BNP Paribas Leasing Solutions setzen auch weitere große französische Leasinggesellschaften diese Lösung ein. PS-Team verbindet die nationalen Datentöpfe und gleicht die Datensätze auch grenzüberschreitend ab. „Ziel ist es, in Zukunft eine europaweit einheitliche Datenbasis und -prüfung zu etablieren. Schließlich machen auch Betrüger nicht an Ländergrenzen Halt.“

Nicht nur in der Unternehmensgruppe setzt sich Christophe Schaeffer für das Projekt PS DataCollect ein. Als aktives Mitglied des Produktbeirats bringt er sich auch in die weitere Entwicklung des Softwaresystems ein: „Ich schätze den Dialog mit den Kollegen und dem Anbieter. ­PS-Team greift unsere Anregungen sehr konstruktiv auf und entwickelt Lösungen, um diese umzusetzen. Dabei ist es in den letzten Jahren gelungen, bessere Ergebnisse mit einem wesentlich geringeren Arbeitsaufwand für die Anwender zu erzielen.“