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13.09.2018 von hs

Balance zwischen Sicherheit und Endnutzerfreundlichkeit

Eine umfassende IAM Strategie ist die zentrale Grundlage des digitalen Geschäfts. Identity and Access Management führten lange Zeit ein untergeordnetes Dasein. Cloud-Services, mobiles Business und IoT sind jedoch ohne ein zuverlässiges Identitätsmanagement nicht ­realisierbar. Die Redaktion sprach darüber mit Marc Vanmaele, CEO von TrustBuilder.

„Es gibt kein Universalkonzept, mit dem man die richtige Balance zwischen ­Sicherheit und Endnutzerfreundlichkeit finden kann, da

Eine umfassende IAM-Strategie – wie sollte die heutzutage aussehen?

Heute liegt die Schwierigkeit darin, die richtige Balance zwischen Sicherheit und Endnutzerfreundlichkeit zu finden. Dies gilt umso mehr für Verbraucher. Google und Apple haben die Erwartungen an die Nutzerfreundlichkeit hoch gesteckt. Es gibt kein Universalkonzept, mit dem man die richtige Balance zwischen Sicherheit und Endnutzerfreundlichkeit finden kann, da sie branchenabhängig, ja sogar kundenabhängig ist. Das war etwas, was wir in unserem Unternehmen von Anfang an verstanden haben, deshalb gestalten wir unser TrustBuilder-Produkt so, dass unsere Kunden ihre eigene Balance zwischen einem reibungslosen Erlebnis für Endnutzer und der Notwendigkeit einer hohen Identitätssicherheit definieren können. Man denkt, Endnutzer hätten kein Verständnis für die Notwendigkeit von Sicherheit oder Datenschutz. Wir meinen aber, die Menschen sind viel intelligenter, solange sich die Sicherheit „proportional“ zum wahrgenommenen Anlagenwert verhält. Sie akzeptieren und treiben Sicherheit sogar voran, immer vorausgesetzt, sie ist einfach und nutzerfreundlich.

Wie profitieren Unternehmen, insbesondere im Banken- und Versicherungssektor, von einer IAM-Lösung?

Diese beiden Sektoren werden heute hauptsächlich von Verbraucherfreundlichkeit gesteuert. Im Bankensektor zwingt beispielsweise die PSD2-Verordnung Banken, ihre Zahlungs- und Kontoberatungsdienste für Dritte, einschließlich der Konkurrenzbanken, zu öffnen. Es ist klar, dass sich ihr langfristiges Überleben nicht nur auf die unterschiedlichen Merkmale ihrer zentralen Finanzprodukte stützt. Tatsächlich liegt die Front im Wesentlichen bei der Endnutzererfahrung und der gleichzeitigen Aufrechterhaltung eines hohen Sicherheitsniveaus. Insbesondere die junge Generation wird heute stärker von der Benutzerfreundlichkeit der ­mobilen Banking-App beeinflusst als von irgendetwas anderem. Die Zeit, in der man die Bank der Eltern gewählt hat, ist vorbei. 

Was die Versicherungen betrifft, so eröffnete die Abschaffung von Vermittlerstellen die Möglichkeit, den „vollständigen digitalen Endnutzerweg“ zu gehen. Versicherungsgesellschaften stehen heute vor dem Problem, sowohl ihre Endkunden als auch ihr Makler-Netzwerk direkt unterstützen zu müssen, während die Versicherungsbegünstigten eine problemlose, nutzerorientierte Sicht auf ihre Verträge und Ansprüche erwarten. Vollständiges digitales Onboarding neuer Kunden ist jetzt entscheidend für Wachstum und sogar für Kundenbindung. Aus diesem Grund besteht auch ein hoher Anspruch an die Identitätssicherung, allerdings nicht für alle Nutzerinteraktionen. 

Wir haben eine leistungsstarke Lösung, die es Banken und Versicherungen ­ermöglicht, dieses empfindliche Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Bequemlichkeit wahren zu können. Darüber hinaus hilft es dem betriebsinternen IT-Personal, vorhandene Backend-Systemanwendungen und Datenbanken, die in diesen beiden Branchen sowohl zahlreich als auch komplex sind, schnell zu integrieren. In diesem Sinne unterstützen wir unsere Bank- und Versicherungskunden bei der Steigerung ihrer Agilität.