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17.07.2017 von kpl

Alle Kommunikationsprozesse in der Cloud

Wer den Wettlauf um die Kunden gewinnen will, muss flexibel und innovativ sein – und handeln. Die Volksbank Tettnang verlagerte deshalb ihre gesamte bankeigene IT-Infrastruktur in eine Private Inhouse Cloud. Eine virtualisierte Lösung von Avaya ebnet bei der Genossenschaftsbank den Weg zu zukunftsorientierten und innovativen Telekommunikationsprozessen.

Die Volksbank hat ihre gesamte bankeigene IT-Infrastruktur in eine Private Inhouse Cloud verlagert (Bildquelle: Volksbank Tettnang)

Beim Frühstück per Smartphone den aktuellen Kontostand abfragen, in der Mittagspause vom PC aus eine Rechnung bezahlen, nachmittags mit dem Berater in der Geschäftsstelle den Kreditantrag fürs Eigenheim besprechen – Bankkunden von heute sind anspruchsvoll. Sie erwarten digitale Lösungen mit hohen Service- und Sicherheitsstandards, wollen aber auch persönlich gut beraten werden. Für die Volksbank ­Tettnang ist das kein Problem. „Unseren Kunden stehen unterwegs oder zu Hause alle Wege offen, Bankgeschäfte zu erledigen und mit ihrem persönlichen Berater oder der Beraterin zu sprechen. Oder sie kommen einfach in einer unserer Geschäftsstellen vorbei“, sagt Stephan Ehrle, Leiter IT/Organisation bei der badenwürttembergischen Bank. Er sieht sein Unternehmen gut gerüstet, um mit dem Tempo und den Entwicklungssprüngen der Digitalisierung mitzuhalten. Dazu trägt auch die Verlagerung der gesamten bankeigenen IT-Landschaft in eine Private Inhouse Cloud bei. Die Virtualisierung der bestehenden Kommunikationslösung Avaya Aura war 2016 der letzte Meilenstein in dem Mammutprojekt.

 

Davon profitieren die IT-Abteilung und die Mitarbeiter in den Geschäftsstellen gleichermaßen. Denn die 170 Mitarbeiter der Genossenschaftsbank können die Funktionen der modularen Avaya-Aura-Suite künftig wie gewohnt nutzen. „Intern telefonieren wir bereits seit 2011 via Internet Protocol (IP). Heute sind alle sieben Geschäftsstellen entweder über Datenleitungen oder Richtfunkverbindungen an unsere zentrale Avaya-Aura-Plattfom angebunden“, erklärt Stephan Ehrle. So kann das Finanzinstitut den Mehrwert der Unified-Communications-Lösung seinen Mitarbeitern auch standortübergreifend erschließen.

 

Neue Technologien frühzeitig nutzen

 

Von der Virtualisierung der Avaya-Kommunikationsplattform verspricht sich Ehrle weitere Effizienzverbesserungen. Und vor allem mehr Flexibilität. Die ist wichtig, ­gerade wenn es darum geht, die Chancen der Digitalisierung konsequent zu nutzen. „Die Kreditwirtschaft muss technologisch heute mehr denn je am Puls der Zeit sein“, sagt er. „Wer sich Innovationen und neuen Technologien frühzeitig öffnet, kann daraus immensen Nutzen ziehen.“ Ehrle spricht aus Erfahrung, setzte doch die Tettnanger Genossenschaftsbank beispielsweise bei der Anbindung ihrer Geschäftsstellen als eines der ersten mittelständischen Unternehmen im Bankenumfeld schon 1999 auf Richtfunkantennen. Und wagte den Umstieg auf die IP-Telefonie ebenfalls vergleichsweise früh. Mit der Virtualisierung ihrer Kommunikationslandschaft stellt die Bank ihre Innovationsbereitschaft nun erneut unter Beweis. Statt die unternehmensweite Kommunikationsplattform auf separaten Servern vorzuhalten, werden die unterschiedlichen Avaya-Aura-Anwendungen heute über eine VMware-Infrastruktur in der hauseigenen Cloud bereitgestellt. Das reduziert Hardwarekosten und erhöht die Flexibilität. Auch Wartungsaufwand, Instandhaltungskosten und Ausfallrisiken sinken. „Um Defekte und Störungen in physikalischen Servern zu beheben, ist meist Zeit und Geld erforderlich“, so der der Leiter IT/Organisation. Bei Störungen innerhalb der Private Inhouse Cloud kann dagegen eine defekte virtuelle Maschine im Handum­drehen durch eine neue ersetzt werden. So können sich die IT-Mitarbeiter mit voller Kraft wichtigen Aufgaben wie dem Support der Anwender oder der Weiterentwicklung der Systemlandschaft widmen. Und das ist auch gut so, denn der Bedarf nach Unterstützung und Services durch die IT wächst. „Wir brauchten dringend Freiräume, um die Anforderungen von Management und Kollegen zuverlässig und vor allem zeitnah umzusetzen“, führt Ehrle aus.

 

Die Implementierung der neuen Lösung ging enorm schnell und ohne Probleme vor sich. „Die eigentliche Umstellung erfolgte in der Mittagspause und dauerte nur knapp 15 Minuten“, lobt Ehrle. Die Anwender ­bekamen davon kaum etwas mit. Viele ­wissen gar nicht, dass sie nun über eine ­virtualisierte UC-Lösung kommunizieren.