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23.02.2017 von hs

Jede zweite Phishing-Attacke im Jahr 2016 zielte auf Geld ab

Fast die Hälfte aller Phishing-Attacken (47,48 Prozent), die im Jahr 2016 durch die heuristischen Entdeckungstechnologien von Kaspersky Lab gefunden wurden, hatte es auf das Geld der Nutzer abgesehen. Dieser Anteil von Finanz-Phishing stellt den höchsten je von Kaspersky Lab gemessenen Anteil an Phishing-Versuchen insgesamt dar. Im Vergleich zum Vorjahr 2015 stiegen Finanz-Phishing-Attacken um 13,14 Prozentpunkte an. Das geht aus einer Analyse der Finanzbedrohungslandschaft durch die Experten von Kaspersky Lab hervor.

Phishing gegen Bankkunden ist die häufigste Form des Phishings. Jede vierte Attacke (25,76 Prozent) nutzte gefälschte Online-Banking-Informationen oder andere Inhalte, die mit Banken zu tun hatten. Das ist eine Steigerung um 8,31 Prozentpunkte im Vergleich zum Jahr 2015. Phishing-Attacken, die auf Bezahlsystem oder Online-Shops abzielten, beliefen sich auf 11,55 und 10,14 Prozent, was eine Steigerung um 3,75 und 1,09 Prozentpunkte zum Vorjahr 2015 bedeutet. Phishing ist ein plattformübergreifendes Phänomen; so wurde auf fast einem Drittel (31,38 Prozent) der MacOS-Rechner Finanz-Phishing verzeichnet.

 

„Finanz-Phishing war schon immer einer der einfachsten Wege für Cyberkriminelle illegal Geld zu verdienen“, so Nadezhda Demidova, Senior Web Content Analyst bei Kaspersky Lab. „Denn hierfür muss man kein talentierter Programmierer sein oder viel in eine dahinterstehende Infrastruktur investieren. Die meisten Phishing-Angriffe sind einfach zu erkennen und zu vermeiden. Wenn man allerdings unsere Statistiken betrachtet, kann man sagen, dass viele Menschen immer noch nicht vorsichtig genug sind, wenn es um die Handhabung ihrer Finanz-Daten im Web geht – sonst hätten wir nicht so viele Attacken im Jahr 2016 gesehen.“