Statement

Cloud Computing: „Oracle steht voll hinter seinem Commitment zur Cloud Technologie. Wir sind unseren Mitstreitern in der Branche zum Teil um fünf Jahre voraus und haben in der Zeit Sicherheit, Zuverlässigkeit und unternehmerisches Denken in die Cloud gebracht. Unser Ziel ist es, die besten Lösungen bereit zu stellen und unseren Kunden dabei zu helfen, Kosten zu sparen und die Leistung zu steigern.“
Mark Hurd, President, Oracle
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Stolperstein Datenqualität
Im Zusammenhang mit der Einführung von Solvency II zum 1. Januar 2013 gerät das Thema Datenqualität zunehmend in die Diskussion. Welche Bedeutung hat die Datenqualität für die erfolgreiche Umsetzung von Solvency II und wie können sich Versicherer optimal auf die Anforderungen vorbereiten Helmut Plinke, Principal Data Management Consultant beim Datenmanagement-Spezialisten DataFlux, einer 100-prozentigen Tochter von SAS Institute, erläutert die wesentlichen Aspekte.
Warum sind zuverlässige Daten so wichtig für die erfolgreiche Einführung von Solvency II?
Plinke: Die letzte Auswirkungsstudie zu Solvency II (QIS5) hat ergeben, dass zehn Prozent der deutschen Versicherungsgesellschaften nicht genug Eigenmittel haben, um die Vorgaben von Solvency II zu erfüllen. Auf EU-Ebene sind es 15 Prozent. Insgesamt sind die deutschen Versicherer also solide finanziert und verfügen über ausreichendes Risikokapital. Doch wie zuverlässig sind die Daten, die als Grundlage für die Risikokalkulation dienen Mit diesem wichtigen Thema setzen sich viele deutsche Versicherer nur zögerlich auseinander. Gesetzgeber in anderen EU-Ländern haben bereits klar definiert, dass Datenqualität eine zentrale Anforderung bei der Umsetzung von Solvency II ist. Die britische Regulierungsbehörde FSA zum Beispiel verlangt genaue und vollständige Daten und fordert die Versicherer auf, eine unternehmensweite Datenmanagement-Strategie umzusetzen. In Deutschland gibt es solch explizite Forderungen bisher noch nicht, aber Fakt ist: Zuverlässige Daten sind die Grundlage für eine erfolgreiche Einführung von Solvency II. Die Versicherer müssen mehr tun, als den Behörden ein paar Zahlen vorzulegen. Viele haben hier noch einen weiten Weg vor sich. Schlechte Datenqualität ist ein Stolperstein, der den Erfolg von Solvency II gefährdet.
Was sind die kurz- und langfristigen Folgen von mangelnder Datenqualität im Hinblick auf die Regeln von Solvency II?
Versicherungsunternehmen, die sich nicht rechtzeitig um die Datenqualität kümmern und eine Data Governance-Strategie umsetzen, werden mit einer Vielzahl an Problemen konfrontiert sein. Dazu gehören zum Beispiel Dubletten, veraltete Informationen, unvollständige und fehlerhafte Datensätze sowie unnötiger Aufwand für manuelle Datenbereinigung. Dies führt am Ende dazu, dass der Versicherer keine korrekten Berichte liefern kann und somit nicht in der Lage ist, die Compliance-Anforderungen zu erfüllen. Penible Betriebsprüfungen und Imageverlust können die Folge sein.
Welche Vorgehensweise empfehlen Sie?
Eine Befragung der Managementberatung Accenture aus dem Jahr 2010 unter europäischen Versicherungsunternehmen hat ergeben, dass 45 Prozent der Versicherer die Implementierung eines Datenmanagements als schwierigste Aufgabe bei der Umsetzung von Solvency II ansehen. Wenn man jedoch einige Punkte beachtet, wird das Projekt zum Erfolg. Am Anfang sollte immer eine exakte Bewertung der Datenqualität stehen. Im zweiten Schritt wird eine klare Strategie zur Gewinnung und Bereitstellung qualitativ hochwertiger Daten erarbeitet als Grundlage für Solvency II-Compliance. Die eingesetzte Software muss alle Funktionen für die Einhaltung der Solvabilitätsregeln bereitstellen. Dazu gehören unter anderem die Erstellung eines unternehmensweiten Glossars von Datenquellen und -attributen, die Bewertung der Datenqualität, die Definition von Geschäftsregeln zur Datenbereinigung sowie die langfristige Überwachung der Datenqualität.





