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31.01.2018 von hs

Akzeptanz biometrischer Verfahren steigt

Vor allem junge Menschen sind einer Studie von IBM zufolge bereits überwiegend mit biometrischen Verfahren vertraut (75 Prozent). Zugleich zeigten sie einen deutlich laxeren Umgang mit Passwörtern und verwendeten häufig dieselben für verschiedene Anwendungen, teilte das IT-Unternehmen mit. 

Fazit: Die Millenial-Generation könne dazu beitragen, dass Passwörter – etwa beim Online-Banking – bald der Vergangenheit angehörten. Auch unter den Befragten aller Altersklassen gaben 67 Prozent an, mit biometrischen Verfahren wie etwa der Erkennung von Fingerabdruck, Sprache oder Gesicht vertraut zu sein. In der Gruppe der über 55-Jährigen waren es 58 Prozent. Rund 87 Prozent könnten sich vorstellen, solche Zugangsarten in Zukunft zu nutzen. Zugleich legten die meisten Nutzer höchsten Wert auf Sicherheit beim Zugang von Anwendungen, erst recht beim Online-Banking. Limor Kessem, Sicherheitsberater bei IBM, betonte, Verbraucher würden die Unzulänglichkeit von Passwörtern anerkennen und der Sicherheit erhöhte Priorität einräumen. Es sei daher an der Zeit, Methoden einzusetzen, welche die Identität auf mehreren Ebenen belegten und an Verhalten und Risiko angepasst.

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick- Für die Studie "IBM Security: Future of Identity" wurden knapp 4.000 Erwachsene aus den USA, dem asiatisch-pazifischen Raum (APAC) und der EU nach ihrer Einstellung und ihren Verhaltensweisen rund um die Authentifizierung gefragt. In der EU wurden Menschen aus  Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien befragt. Die wichtigsten Erkenntnisse sind:

  • Sicherheit überwiegt den Komfort - Bei den meisten Anwendungen hat Sicherheit die höchste Priorität, vor allem wenn es um Apps geht, die für Finanztransaktionen genutzt werden.
  • Biometrie wird Mainstream - 67 Prozent der Befragten fühlen sich heute bereits mit biometrischer Authentifizierung wohl. Insgesamt 87 Prozent sind sich sicher, dass sie sich auch in Zukunft mit biometrischen Technologien wohlfühlen werden.
  • Identitätsschutz geht bei Millennials über reine Passwörter hinaus - Weniger als die Hälfte der Millennials benutzen komplexe Kennwörter, um ihre Accounts und Geräte zu sichern. Nur 41 Prozent nutzen überhaupt Kennwörter zum Identitätsschutz. Dagegen vertrauen 75 Prozent der Jungen auf Biometrie. Bei der  älteren Generation ergibt sich hier ein ganz anderes Bild: Sie zeigt bei der Passwort-Erstellung mehr Sorgfalt, ist jedoch weniger offen für Biometrie und Multi-Faktor-Authentifizierung.
  • EU beim Thema Biometrie im Mittelfeld - In der EU nutzen bereits 65 Prozent der Befragten gerne biometrische Verfahren zur Authentifizierung. Vorreiter sind hier die APAC-Länder mit 78 Prozent Biometrie-Anhänger, während die USA mit 57 Prozent zurückbleiben. 88 Prozent der EU-Bürger sind außerdem daran interessiert, Biometrie in der nahen Zukunft zu nutzen und immerhin 40 Prozent haben bereits Wissen über die verschiedenen biometrischen Identifizierungsarten.