Business > Karriere

02.04.2019 von red

Fidor Bank: Kröner nicht mehr an Bord

Matthias Kröner, CEO und Mitgründer der Münchner Fidor Bank, verlässt das seit 2016 zur zweitgrößten französischen Bankengruppe BPCE gehörende Unternehmen "in beiderseitigem Einvernehmen." Hintergrund sind strategische Differenzen über die zukünftige Ausrichtung. Der beabsichtigte Verkaufsprozess geriet offensichtlich ins Stocken.

Matthias Köner, CEO und Mitgründer, verlässt die Fidor Bank

Vor zehn Jahren hatte Kröner die Fidor Bank gemeinsam mit Partnern als Antwort auf die Finanzkrise gegründet. Er gilt als Miterfinder der Fintech-Szene, des Community-Banking sowie des Open- and Platform-Banking. Mit dem "O2-Banking" für den Telekommunikationsanbieter Telefónica schuf Kröner das erste rein mobile Bankingangebot eines Telekommunikationsanbieters.
 
Neben dem klassischen Bankgeschäft setzte Körner zuletzt verstärkt auf das B2B-Geschäft auf Basis der Fidor-Software fOS (Fidor Operating System). Körner war bereits Mitte der Neunzigerjahre in der Führungsriege der Direktbank DAB Bank, in der er mehrere Jahre im Vorstand saß. 2003 gründet er mithilfe von Wagniskapitalgebern die spätere Fidor, zunächst unter dem Namen Kölsch, Kröner & Co. AG.
 
Laut Handelsblatt gab der Eigentümer keinen Kommentar zum plötzlichen Abgang von Körner ab. Die Franzosen mussten 2017 Garantien in Höhe von 110 Millionen Euro abgeben, da sich die Fidorbank mit britischen Gebrauchtwagenkrediten verhoben hatte.