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16.01.2018 von Dr. Daniel B. Wilhelm, Vorstand Business Development, blueend web:applications

Kollaborationslösungen für die Finanzbranche

Social-Collaboration-Lösungen kommen in zahlreichen Unternehmen zum Einsatz. Doch jede Branche hat spezielle Anforderungen an die Software. Wie können Finanzdienstleister mit Social-Collaboration-Lösungen sensible Daten schützen und gleichzeitig den Umsatz erhöhen?

Dr. Daniel B. Wilhelm, Vorstand Business Development, blueend web:applications AG

Frankfurt am Main, Frühling 2010: Hunderte Bauarbeiter schweißen, hämmern und bohren. Vier Jahre später ­haben sie gemeinsam eine Höchstleistung erbracht – im wahrsten Sinne des Wortes. 185 Meter ragt der EZB Tower in die Höhe. Auch heute, Jahre nach der Fertigstellung, ist in der Bank Team­arbeit gefragt.

Es gilt das Baustellen-Motto „Ohne ­passendes Werkzeug keine Spitzenleistung“. Das passende Werkzeug für Finanzunternehmen ist eine Kollaborations­lösung. Das beweist das Beispiel eines Finanzdienstleisters aus Frankfurt.

Das Unternehmen berät Banken wie die Commerzbank oder die Frankfurter Sparkasse und hat sich auf Change ­Management, Recruiting sowie Strategie spezialisiert. Es hat zehn Mitarbeiter und 36 Kooperationspartner. Da viele Mitarbeiter und Partner im Außendienst arbeiten, wollten die Verantwortlichen eine Kollaborationslösung einführen. Diese sollte die interne Kommunikation effizienter gestalten, Arbeitsabläufe ­verbessern sowie die Leadgenerierung optimieren.

 

Projekte und Aufgaben gemeinsam voranbringen


Der Finanzdienstleister entschied sich für eine modulare Software, die individuell an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden konnte. Seitdem verwalten die Mitarbeiter ihren Arbeitsalltag, ihre Projekte und ihre Leads in der Kollaborationslösung. Dank eines umfangreichen Rechtemanagements arbeiten sie mit internen und externen Kollegen sowie Partnern gemeinsam an Dokumenten. Ein Dashboard sorgt dafür, dass dabei alle den Überblick behalten. Es ist die zentrale Anlaufstelle für jeden Nutzer und präsentiert Nachrichten, Aufgaben, Termine und vieles mehr auf einen Blick.

Besonders wichtig ist in der Finanzbranche die Sicherheit der Daten. Deshalb ist jedes Gerät einem Mitarbeiter zugeordnet. Nur er kann sich am System mit seinem Namen und seinem Passwort anmelden. Zusätzlich wurden Zertifikate, IP-Kreise und geografische Regionen definiert. Selbst wenn ein Dieb den Namen, das Passwort und das Gerät eines Mitarbeiters stiehlt, hat er keinen Zugriff auf das System sobald er die definierte Region verlässt. Die IT-Mitarbeiter können in so einem Fall das Gerät sperren und alle Zugriffsrechte entziehen. Alternativ kann der Außendienstler den Diebstahl über eine App melden.

Damit hat der Dieb keinen Zugriff mehr auf sensible Daten, denn diese werden nicht lokal gespeichert. Sie liegen auf dem geschützten Kundenserver. Der ­Zugriff darauf erfolgt erst nach erfolgreicher Anmeldung, natürlich verschlüsselt. Apropos Außendienst: Die Kollaborationslösung managt auch die Reise­verwaltung. Sie weiß, wann in welchen Bundesländern Feiertage sind, archiviert Belege und ermöglicht der Buchhaltung das Prüfen und Freigeben der Reise­kostenabrechnung.

Erfolgreiche Leadgenerierung


Für das Beratungsunternehmen ist es wichtig, Interessenten in Kunden umzuwandeln. Deshalb kamen schon länger SAP und Salesforce zum Einsatz. Aus Salesforce fließen die Leads nun automatisch in die Kollaborationslösung und werden dort auf Mitarbeiter verteilt. Die Zuordnung erfolgt unter anderem nach Branchen, Postleitzahlen und Unter­nehmensgrößen.

Dabei handelt es sich nicht um eine ein­fache 1:1-Zuordnung, sondern um eine 1:n-Zuordnung. So kann es in einem Unternehmen zum Beispiel n Ansprechpartner oder n Beratungsverträge geben. Das System berücksichtigt auch die Auslastung einzelner Mitarbeiter. Die Bearbeitung der Leads erfolgt direkt in der Kollaborationslösung. Dadurch ist jeder Mitarbeiter immer auf dem aktuellen Stand.

Gemeinsam mit der Social-Collabo­­ra­tion-Lösung XELOS erreicht das komplette Team so eine Höchstleistung. Es baut zwar keinen Tower, schraubt aber dafür den Unternehmenserfolg in die Höhe.