Woran IT-Spezialisten in der Finanzbranche immer wieder scheitern
„.NET und Java sind meine Lieblingssprachen, mit Crystal Reports kenne ich mich auch bestens aus.“ Für so manchen IT-Fachmann ist damit im Bewerbungsgespräch das Wichtigste gesagt. Dabei legen Unternehmen, insbesondere Bankhäuser, neben fachlichen Qualifikationen besonders viel Wert auf Soft Skills. Moderne Technik hat enormen Einfluss auf die Stabilität, den Geschäftserfolg und das Image von Bankhäusern: Sie wären beispielsweise ohne IT-gestützte komplexe Sicherheits- und Handelssysteme gar nicht denkbar. Entscheidungen über Betrieb und Pflege der betreffenden Software, aber auch Kunden-, Compliance- und Innovationsmanagement sowie internetgestützte Serviceangebote reichen längst bis ins obere Management.
Entsprechend groß ist die Nachfrage der Unternehmen nach kompetenten Fach- und Führungskräften im IT-Bereich, viele Bewerber fühlen sich wiederum von der Bekanntheit und dem hohen Gehaltsniveau der Banken angezogen. Im Arbeitsalltag treffen hier oft jedoch Welten aufeinander: Die neuen Mitarbeiter haben nicht selten Schwierigkeiten, sich in das Unternehmensgefüge einzupassen und weisen Defizite bei wichtigen Soft Skills auf. Passende Fach- und Führungskräfte sollten darum Folgendes mitbringen:
- Team-Geist und Kommunikationsstärke
Das Bild vom menschenscheuen Programmierer geistert noch durch viele Köpfe. Wie eine Langzeitstudie des Software-Herstellers eligo zeigt, hat die Bereitschaft, Probleme zu lösen und Kontakte zu knüpfen, vor allem bei männlichen IT-Spezialisten in den letzten Jahren tatsächlich weiter nachgelassen. Wenn große Unternehmen IT-Stellen besetzen, haben sie allerdings ein anderes Idealbild vor Augen: Die Bewerber, insbesondere für Führungsaufgaben, sollten in der Lage sein, Arbeitsaufwand abschätzen und organisieren zu können und Aufgaben im Team zu lösen. Die Fähigkeit, Themen offen und konstruktiv anzusprechen, ist dafür unabdingbar.
- Gemeinsames Wertesystem und Akzeptanz von bestehenden Strukturen
Wer in der Bank arbeiten will, sollte die Werte des Unternehmens kennen und akzeptieren - und die sind nun mal eher konservativ. Viele Bewerber nehmen diesen Punkt nicht ernst genug und kommen in Jeans und Pullover zum Vorstellungsgespräch - die falsche Wahl, auch für Personal ohne Kundenkontakt. Wer sich im Business-Outfit unwohl fühlt, sollte überlegen, ob er besser bei einem kleineren Unternehmen aufgehoben ist, beispielsweise einem IT-Dienstleister.
Umgekehrt ist vor allem bei Kandidaten, die aus dem Beratungsumfeld stammen, häufig zu beobachten, dass ihr Auftreten zu dominant ist. Was vorher als Überzeugungskraft und strategische Denke gelobt wurde, kann im organisatorischen Gefüge eines Bankhauses schnell als Selbstüberschätzung gedeutet werden und zu Missstimmungen führen. Je nach Unternehmensgröße muss der Mitarbeiter sich damit abfinden, dass die Ansprache von Managern ab einer bestimmten Hierarchieebene nicht mehr unbedingt gewünscht ist – und er sich als fester Teil des Unternehmens, im Gegensatz zur Funktion als Berater, zunächst an den vorhandenen Strukturen und den Zielen seiner Abteilung zu orientieren hat.
- Strategischer Weitblick und konzeptionelles Denken
Gute IT ist für Banken längst zu einem klaren Wettbewerbsfaktor geworden. Dafür müssen Business- und Technik-Seite Hand in Hand miteinander arbeiten. Schnittstellen-Wissen zu betriebswirtschaftlichen und anderen managementrelevanten Bereichen ist damit zu einer wichtigen Qualifikation geworden. So wichtig sauberes Arbeiten im Software- und IT-Bereich ist, so wichtig ist auch das Vermitteln dieser Leistung nach außen. IT-Fachkräfte haben, gerade im Zuge der engen Verknüpfung mit dem Business-Bereich, zunehmend die Aufgabe, ihre Ideen und Konzepte vorzustellen und so zu präsentieren, dass auch andere Abteilungen diese nachvollziehen und ihre Vor- und Nachteile diskutieren können.
Passende Kandidaten durch systematisches Vorgehen
Damit das Zusammenspiel zwischen Mitarbeiter und Bank nachhaltig gelingen kann, sollten beide Seiten darum bereits in der Bewerbungsphase prüfen, ob sie wirklich zueinander passen. Professionelle Dienstleister können die HR-Abteilung dabei enorm entlasten. Auf die Bereiche Banking und Finance IT spezialisierte Berater sind mit den Branchenanforderungen bestens vertraut und verfügen über die Recherche-Möglichkeiten und Kontakte, um den Markt systematisch nach passenden Bewerbern zu durchforsten und deren Qualifikation einzuschätzen. Als Rekrutierungs-Spezialisten verfügen sie zudem über die Erfahrung und die Instrumente, um auch Soft Skills gezielt abzuprüfen, beispielsweise mit halbstrukturierten Fragebögen und Interviewtechniken, die genau auf die individuellen Anforderungen des Auftraggebers zugeschnitten sind.
Mit der Vorauswahl geeigneter Bewerber gestalten Banken ihren Rekrutierungsprozess besonders effizient und kommen ihrem Ideal ein gutes Stück näher: IT-Spezialisten mit Langzeitperspektive zu finden.







