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Wie viel Consumerization muß sein? Die IT-Sicht

Wie viel Consumerization soll oder muss die IT unterstützen. Dahinter steckt meistens die Angst vor massiv steigender Komplexität, Sicherheitsherausforderungen und damit verbunden steigenden Betriebskosten im Client-Umfeld.

 






Die  Abbildung positioniert die einzelnen möglichen Antworten auf den zunehmenden Consumerization Druck nach Freiheitsgraden für die Anwender und der Komplexität für die IT-Abteilungen.

Der einfachste, wenngleich nicht trivialer Ansatz, ist die strikte Vorgabe von Standard-Endgeräten, wie dies in den meisten Unternehmen in den letzten 5 bis 10 Jahren üblich war. Die Mitarbeiter werden mit mehr oder weniger geeigneten Geräten ausgestattet und haben bestenfalls die Auswahl aus 2-3 Modellen für Notebooks oder Desktops und in der Regel ein Mobiltelefon oder ein Smartphone.

Dieses Modell kann relativ einfach erweitert werden, in dem die Liste der möglichen Endgeräte erweitert wird. Dadurch steigt der Freiheitsgrad der Mitarbeiter leicht an, ebenso wie die Komplexität für die IT-Abteilungen. Der große Befreiungsschlag ist dies aber letztlich nicht!

Der nächste Schritt, die Freigabe bei Pads und Smartphones, bringt deutliche Vorteile bei den Mitarbeitern, erhöht aber die Komplexität innerhalb der IT-Abteilungen deutlich. Um dieses Modell sicher betreiben zu können sind Investitionen in Mobile Device Management Lösungen und entsprechende BackOffice Systeme, bzw. die Beauftragung eines entsprechenden Dienstleisters notwendig. In vielen Fällen ist dieser Ansatz aber völlig ausreichend um die Wünsche der Mitarbeiter nachhaltig zu erfüllen.

Der nächste Schritt wäre dann die völlige Freigabe aller Endgeräte, wobei die Endgeräte nach wie vor das Unternehmen beschafft und betreibt. Dieses Modell stellt für die IT-Abteilungen nur noch einen kleinen Komplexitätszuwachs dar, da die Investitionen in Mobile Device Management Lösungen bereits in der vorherigen Stufe zum Einsatz kommen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass Apple Notebooks und Desktops beschafft und betrieben werden müssen.

Der letzte Schritt wäre die Freigabe eines „Bring your own Device“ Modells. Dies würde für die Mitarbeiter letztlich keine zusätzliche Freiheitsgrade bringen, jedoch bei der IT-Abteilung den Bedarf nach Umgang mit persönlichen Daten auf den Geräten nach sich ziehen. Rechtliche und steuerliche Aspekte wurden an anderer Stelle schon kritisch beleuchtet.

Experton Group Empfehlung für Anwender: Der strikte Standard-Endgeräte-Ansatz wird sich in den kommenden Monaten kaum halten lassen. Für die meisten Unternehmen ist die Freigabe von Pads und Smartphones, bei weiterhin eher strikten Standard-Endgeräten völlig ausreichend, um die Anwenderwünsche zu befriedigen. In einigen wenigen Fällen kann die Freigabe aller Endgeräte sinnvoll sein. Um den Grad der Freigabe festzulegen, sollten IT-Verantwortliche nach dem konkreten Bedarf in den Fachabteilungen suchen und insbesondere mit den Fachabteilungsführungskräften sprechen.


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