Geldinstitute

14.06.2019 von red

Umfrage: Verbraucher halten mobile Bezahldienste für unsicher

Mobile Bezahldienste wie Apple Pay, Google Pay oder spezielle Apps drängen auf den Markt. Auch zahlreiche Banken werben mit dieser neuen Bezahlform über das Smartphone. Dennoch trauen zwei von drei Anwender den neuen Bezahlmöglichkeiten mit dem Smartphone nicht. Im deutschsprachigen Raum steckt das Thema Mobile Payment aber noch in den Kinderschuhen: Nur rund vier bis fünf Prozent gaben an, entweder Apple Pay, Google Pay oder eine spezielle App häufig zu verwenden. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter 1.000 Internetnutzern des europäischen IT-Security-Herstellers ESET.

Quelle: ESET

„Mobile Payment wird in immer mehr Geschäften, wie beispielsweise in Supermärkten oder Baumärkten, als Bezahlmöglichkeit angeboten. Wie unsere Umfrage zeigt, ist das Vertrauen der Verbraucher in die neuen Bezahlmöglichkeiten aber nicht sonderlich ausgeprägt“, erklärt Thomas Uhlemann, ESET Security Specialist.

 

„Ein möglicher Grund für das Misstrauen sind sicherlich gefälschte Banking-Apps, die es immer wieder in die großen App-Stores schaffen. Generell muss man aber sagen, dass die neuen Systeme teilweise sogar sicherer sind als klassische Payment-Methoden.“ Beim Bezahlvorgang mit Google oder Apple Pay werden keine sensiblen Informationen wie die Kartennummer übertragen, sondern lediglich Tokens, die die Transaktion legitimieren.

 

Cyberkriminalität wird zunehmen


Nach Einschätzung des Experten werden neue Anbieter mittelfristig stärker in den Fokus von Cyberkriminellen rücken, als es bisher der Fall war. „Mit wachsender Verbreitung werden auch die neuen Anbieter für Angreifer interessanter.“ Banking-Malware war  schon 2018 eine der beliebtesten Schadprogramme bei mobilen Betriebssystemen. Die Methoden, gerade von Banking-Malware, lassen sich auch für Angriffe auf das Mobile Payment einsetzen. Nutzer sollten daher bereits heute Maßnahmen zum Schutz ihrer Smartphones ergreifen.


 
ESET gibt Tipps für das sichere Bezahlen mit dem Smartphone:

 

  • Halten Sie Ihr Smartphone auf dem aktuellsten Stand und nutzen Sie eine zuverlässige mobile Sicherheitslösung. Die SecurityApp sollte schadhafte Anwendung erkennen und einen umfassenden Schutz gegen Phishing bieten.

  • Vermeiden Sie inoffizielle AppStores. Mit Lock-Angeboten versuchen Cyberkriminelle Anwender auf ihre Plattformen zu bekommen. Hier ist die Gefahr manipulierte oder gar schädliche Apps auf das Geräte zu bekommen am Größten. Wenn möglich, deaktivieren Sie die „Installation aus unbekannten Quellen“ bei Android-Geräten dauerhaft.

  • Installieren Sie eine mobile Sicherheitslösung auf Ihrem Gerät. Die App sollte einen umfassenden Schutz gegen alle Arten von Cyberangriffen bieten. Empfehlenswert sind Anwendungen, die zudem auch Schutz gegen Phishing bieten und im Verlustfall eine AntiTheft-Funktion beinhalten.

  • Auch eine App aus dem Google Play Store sollte vor der Installation geprüft werden. Werfen Sie einen Blick auf Rezensionen, Nutzerkommentare, Anzahl von Installationen und benötigte Zugriffsrechte.

  • Nutzen Sie ausschließlich Banking und Zahlungs-Apps, die von Ihrer Bank oder Ihrem Finanzdienstleister bereitgestellt werden. Ein Tipp: Nutzen Sie die Verlinkungen auf der offiziellen Webeite. So gelangen Sie zur richtigen App im jeweiligen Store.

 
Datenschutz-Ratgeber:


Viele kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) vernachlässigen das Thema Datenschutz und können so zur leichten Beute von Cyberkriminellen werden. ESET macht sich für diese Firmen stark und veröffentlicht den Ratgeber „Datenschutz für Dummies“. Dieser informiert in unterhaltsamer Form über Sicherheitstechnologien, Tools und Prozesse, mit denen die Datenschutzmaßnahmen umfassend optimiert werden können. „Datenschutz für Dummies“ von Lawrence Miller steht ab sofort online zum kostenlosen Download zur Verfügung. Mehr Infos auf www.datenschutz-dummies.com

 

Die gesamte Studie gibt es hier!