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IBM vs. Microsoft – Schlacht der Giganten

Es bahnt sich zwischen IBM und Microsoft eine opulente IT-Schlacht an: Das Spielfeld nennt sich Social Business. Microsoft, der Platzhirsch im Bereich der Office-Produktivitätslösungen, auf der einen, IBM, der Vordenker, der seit Jahren bereits erfolgreich im Bereich Social Business aktiv ist, auf der anderen Seite des Feldes. Es geht um nicht weniger als die Vormachtstellung in Millionen Büros weltweit.

Einordnung von IBM Connections und Microsoft SharePoint. Quelle: Experton Group AG, 2012.

Im Jahr 2012 werden Unternehmen in Deutschland nach Analysen der Experton Group ca. 650 Millionen Euro für Kollaborationslösungen ausgeben. 2016 werden es sogar noch knapp 100 Millionen Euro mehr sein. Neben Messaging- und Konferenzlösungen ist der dominierende Investitionsbereich bei Groupware-Lösungen zu finden. Als Groupware wird eine Software zur Unterstützung der Zusammenarbeit in einer Gruppe über zeitliche und/oder räumliche Distanz hinweg bezeichnet. Reduziert betrachtet, wird Groupware mit einer Kombination von Client-/Server-Produkten, die auf dem MAPI-Protokoll – also einer Schnittstelle für die Programmierung von nachrichtenverarbeitenden Programmen – basieren gleichgesetzt. Namhafte Lösungen, die als Groupware umschrieben werden, sind Lotus Notes von IBM, Groupwise von Novell oder Exchange von Microsoft sowie Zimbra von VMware. Führend hinsichtlich des Marktanteils ist hier Microsoft.

Auch in der gesamten Office-Produktivitätswelt, welche vom Office-Client bis zu entsprechenden Serverprodukten für Zusammenarbeit und Kommunikation reicht, ist Microsoft gegenwärtig dominierend in Deutschland. Durch die Weiterentwicklung und zunehmende Integration der eigenen Produkte sowie Lösungen von anderen Software-Herstellern, konnte quasi eine Win-Win-Situation erzielt werden; eine für Microsoft sehr lukrative Situation.

 

Neue Bedürfnisse

 

Lange Zeit gab es keinen Grund anzunehmen, warum das Geschäftsmodell zusammenbrechen oder ernsthafte Konkurrenz bekommen sollte. Microsoft profitiert hier auch von einem geschickten Geschäfts- und Lizenzmodell, welches auf der einen Seite darauf ausgerichtet ist, an einer Steigerung der Wirtschaftsleistung im Allgemeinen und einer Zunahme von IT-Anwendern im Unternehmen im Besonderen zu partizipieren. Auf der anderen Seite steht eine starke Diversifikation der Nutzungsrechte bei gleichzeitiger Schaffung neuer Bedarfe im Fokus. Durch die Entwicklung – bzw. die „Erweckung“ – neuer Bedürfnisse wird eine entsprechende Befriedigung der Bedarfe getrieben. Auch waren nicht viele potente Herausforderer mehr am Markt aktiv. Hinzu kommt, dass dominierende Anbieter gern Marktentwicklungen beeinflussen, ausbremsen und den Status Quo beibehalten. So können diese führenden Anbieter die “Kuh” (also bereits bearbeitete Märkte, in denen sie eine vorherrschende Position einnehmen) weiter melken. Oder in anderen Worten: Ein guter Hirte schert seine Schafe. Und so wurde der Markt von Microsoft entsprechend entwickelt.


Kunden fordern neuen Angebote

 

Jetzt jedoch ist ein Punkt erreicht, an dem viele Anwender bewusst erkennen oder unbewusst fühlen, dass sie das bisherige Angebotene nicht mehr so zufriedenstellt. Es kommen zahlreiche neue und altbekannte Anbieter mit frischen Lösungen auf den Markt, die die Anwender dort abholen, wo es sie schmerzt: Nämlich in der professionellen und pragmatischen Vernetzung mit anderen Menschen zur Befriedigung von individuellen (und organisatorischen) Zielen. Zu den Anbietern zählen exemplarisch Jive, Atlassian oder IBM. Sie alle tummeln sich in dem Markt, der mit dem Begriff „Social Business“ umschrieben wird. Social Business hat nicht – zwingend – etwas mit „sozial“ gemein. Im Englischen wird unter dem Begriff „social“ die Gesellschaft an sich verstanden. Wer „social“ ist, ist „gesellschaftlich“, jedoch nicht automatisch auch fürsorglich, vorsorglich oder sozialistisch. Jedoch verschwimmen diese definitorischen Feinheiten in der täglichen Diskussion. Social Business ist der Überbegriff für die Nutzung von („sozialen“) Medien, („sozialer“) Software und („sozialen“) Netzwerken. Social Business als Strategie kann in Unternehmen als Schlüsselkonzept für den organisatorischen Wandel innerhalb des Unternehmens, Wertschöpfungsnetzwerken oder einzelnen Branchen einen Mehrwert liefern. Dabei ist Social Business eine entscheidende Chance für Unternehmen, die Arbeitswelt und Interaktion mit unterschiedlichen Interessensgruppen (Stakeholdern) flexibler und offener zu gestalten. Das Ziel ist Effizienzsteigerung. Dabei steht Social Business synonym für Unternehmen der Zukunft, die Strategie, Kompetenzen, Kultur und Prozesse vereinen, um in einer vernetzten Welt die Art und Weise, wie Menschen arbeiten (und leben) um Mehrwerte für sich, das Unternehmen und die Gesellschaft zu erweitern. Dabei gilt es zu beachten, dass die Änderungen im Bereich Technologie, Unternehmenskultur und Prozesse die bestehenden Wertesysteme und/oder etablierten Rahmenparameter an Bedeutung einbüßen lassen sowie durch neue Leit- und Leistungsdimensionen ersetzen – bzw. diese erweitern. Im Grundverständnis wird davon ausgegangen, dass IT ein Produktionsfaktor für das Unternehmen ist und Social Business einen Wettbewerbsfaktor darstellt.

 

 Was ist Social Business?

 

Auch wenn der Markt für Social-Business-Lösungen – je nach Abgrenzung und Definition – bezogen auf die Umsätze in Euro in Deutschland noch relativ überschaubar ist, handelt es sich hierbei um einen disruptiven Trend, der die Art ändert, wie Menschen arbeiten. Dieser Trend führt dazu, dass bestehende IT-Budgets von klassischen Lösungen in Richtung Social Business verschoben werden.

 

Deshalb kann Microsoft nicht einfach dabei zusehen, wie andere Anbieter sukzessive in der Wahrnehmung der breiten Masse an Bedeutung gewinnen und sich genau in dem Segment festsetzen, wo der Softwarehersteller seine größten Umsätze und Erträge erzielt – im Bereich Office-Produktivitätslösungen, welche organisatorisch in der „Business Division“ aufgehängt ist. Und eben diese Business Division ist es, die mit über 23 Milliarden US-Dollar Umsatz und 15,7 Milliarden US-Dollar Gewinn extrem bedeutend ist.

 

Die Herausforderung für Microsoft besteht darin, das Schwergewicht auf die neuen Marktgegebenheiten auszurichten – und gleichzeitig nicht allzu viel vom lukrativen Geschäft, um das man jahrelang nicht fürchten musste, zu verlieren. Und so geht Microsoft mit Volldampf voraus in das Zeitalter des Social Business und der „Enterprise x.0“. Microsoft reagiert auf diese Anforderungen mit einer umfassenden Strategie. Ein Bestandteil ist die „organische“ Weiterentwicklung bestehender Produkte. Hierzu werden nach und nach entsprechende Funktionen ergänzt. Eine weitere Komponente sind Akquisitionen. Prominentestes Beispiel ist die Übernahme des Microblogging-Dienstes und Anbieters von sozialen Netzwerken für Unternehmen: Yammer. In das lediglich vier Jahre alte Unternehmen, welches jedoch nach eigenen Angaben bereits über 200.000 Kunden mit insgesamt rund fünf Millionen Nutzern vorweisen kann, wurden über eine Milliarde US-Dollar investiert. Eine dritte strategische Komponente ist die Ausrichtung auf das Partnernetzwerk und die Öffnung von Schnittstellen zur Integration von Lösungen von Drittanbietern.

 

Bei all diesen Bemühungen treffen die Protagonisten von Microsoft auch auf alte Bekannte, die jahrelang nur im Rückspiegel zu sehen waren und nun jedoch, bei den neuen Marktgegebenheiten, weit in Führung liegen. Es handelt sich namentlich um IBM. Der große Allrounder der IT-Industrie hat sich in den letzten Jahren massiv im Bereich der Services und Lösungen rings um das Thema Social Business positioniert und etabliert. Nun, wo sich Social Business vom Hype zu einem realen und allgegenwärtigen Thema gewandelt hat, treffen die beiden Giganten mit grundlegend unterschiedlichen Philosophien aufeinander.

 

Microsoft und Social Business – (Schwerpunkt der Betrachtung liegt auf SharePoint)

 

Microsoft bietet Anwendern ein breites Spektrum an Produkten und Lösungen, mit denen Social-Business-Strategien in Unternehmen umgesetzt werden können. Die Speerspitze bilden sicherlich die Produkte SharePoint und Lync. Lync ist eine Lösung für Kommunikation. SharePoint ist eine Einzelplattform für Inhalte und die Zusammenarbeit von Menschen im Unternehmen und im Web. Die Plattform wurde vor allem für die gemeinsame Nutzung von Dateien und Dokumenten entwickelt. In vielen Unternehmen verbindet Microsofts SharePoint – auch in Verbindung mit anderen Produkten aus dem Hause – Menschen mit geschäftskritischen Informationen, Fachwissen und untereinander. Hierdurch konnte die Produktivität der Mitarbeiter und die Qualität des Outputs in den letzten Jahren nachhaltig verbessert werden. Nach Angaben von Microsoft nutzen weltweit 125 Millionen Anwender SharePoint bereits als unternehmensweite Plattform und teilweise als Mitarbeiterportal.

 

Kurzum: Mit SharePoint ist die ganze Palette an unternehmensübergreifender Collaboration möglich, denn alle nutzen dieselbe Infrastruktur und dieselben Skills, Inhalte und Geschäftsprozesse. Jedoch ist SharePoint in der aktuellen Produktgeneration bezogen auf die Anforderungen der Anwender hinsichtlich Social-Business-Funktionen limitiert. So ist das Wiki hinsichtlich der sozialen Features von SharePoint 2010 sehr schwach; es handelt sich dabei einfach um eine Liste mit Seiten, die gemeinsam bearbeitet werden können. Verglichen zur dominierenden und kostenlosen WordPress-Plattform wird ein sehr einfacher Blog angeboten - und zwar sowohl hinsichtlich der Nutzerfreundlichkeit wie auch des Umfangs der Features. Persönliche Profile und Social Networking bieten – verglichen mit anderen Produkten – nur das Allernötigste.

 

Für die kommenden Monate ist die nächste Generation der Server- und Client-Lösungen von Microsoft im Office-Produktivitätsumfeld avisiert. Sie signalisiert den Eintritt in eine neue, heikle Phase des Produktlebenszyklus der Microsoft-Office-Produkte. Nicht nur die stärkere Ausrichtung in die Cloud oder die Anforderungen, den Office-Client auf den unterschiedlichen Client-Plattformen bereitzustellen, sind fordernd. Vielmehr auch die adäquate Bereitstellung der entsprechenden Social-Business-Funktionen. Bei einer ersten öffentlichen Vorstellung der Produkte im Juli in San Francisco wurden einige der neuen Funktionen präsentiert. Jedoch stand bei dieser Präsentation die Bearbeitung und Verfolgung von Dokumenten weiterhin stark im Fokus. Die Standard-Dokument-Bibliothek wird ganz privat sein und ist ein virtueller Ort, wo Anwender auf ihre Dokumente zugreifen können, ohne dass Dritte hierauf Zugriff haben. Diese können jederzeit geteilt werden. Ferner wird es möglich sein, Dokumenten zu folgen. Hierdurch ist ein schneller Überblick über Updates und die Kommunikation rings um einzelne Dokumente möglich.

 

Die zugrundeliegende Infrastruktur wird in der kommenden Produktgeneration gleich sein. Microsoft hat hier jedoch daran gearbeitet, ein konsistentes Benutzererlebnis zu ermöglichen. Hierzu werden die für den Nutzer relevanten Themen in sogenannten Hubs organisiert. Ein Hub bildet quasi die Neuigkeiten um Menschen, Dokumente, Seiten oder Tags ab. Ein weiterer fokussiert sich auf Microbolgs; ein Dritter auf Erwähnungen/das Aufmerksammachen auf Themen. Ferner werden die Interaktionsmöglichkeiten bei den Microblogs erweitert sowie Profilinformationen aufgewertet. Profile können mit mehr Informationen aufgewertet werden, und der Zugriff hierauf kann durch den Nutzer gesteuert werden.

 

SharePoint wird als die verbindende Plattform von Menschen, deren Erfahrungen und Kompetenzen positioniert. Dabei geht es darum, wie Mitarbeiter ihre Arbeit erledigt bekommen. Mit der kommenden Produktgeneration bietet Microsoft durch die erneuerten Client- und Serverprodukte Funktionen wie Instant Messaging, E-Mail oder Video Conferencing, „Likes“, Activity Streams und Microblogging. Durch die Integration von Drittanwendungen - und die Kombination mit den Services von Yammer - können diese nochmals deutlich aufgewertet werden.

 

IBM und Social Business

 

1996 kaufte IBM die Firma Lotus für rund vier Milliarden US-Dollar. Das war die bis dato größte gezahlte Summe für ein Software-Unternehmen. Im Fokus standen seinerzeit die Lösungen rings um „Lotus Notes“. Lotus Notes ist ein dokumentenorientiertes, verteiltes Datenbanksystem mit sehr enger E-Mail-Anbindung. Der zugehörige Lotus Domino Server lieferte serverseitig mehrere Dienste. Zunächst bereitete die Akquisition große Freude. Hohe Marktanteile im Bereich der Groupware-Lösungen sorgten für sprudelnde Einnahmen. Doch in den letzten Jahren war von Freude in Bezug auf Lotus Domino nicht viel zu vernehmen. Mit geballter Kraft und einer starken Wettbewerbsstrategie hat es Microsoft geschafft, die Marktanteile von IBM zu seinen eigenen Gunsten zu reduzieren. Und auch deshalb musste IBM – im Gegensatz zu dominierenden Anbietern - sehr stark auf Innovationen setzen. Bereits sehr früh wurden die Tendenzen hinsichtlich einer sich veränderten Arbeitswelt und den sich wandelnden Anforderungen der Anwender erkannt. Nahezu losgelöst von Altlasten konnten neue innovative Produkte entwickelt werden, die das Handeln und die Vernetzung der Menschen in den Vordergrund stellt.

 

Bereits seit dem Jahr 2007 verfügt IBM mit Connections über ein Produkt, welches u.a. die Komponeten Profile, Communities, Blogs, Wiki und Dokumente verbindet. Während Microsoft unterschiedliche Funktionsbereiche in einen „großen“ Server – namentlich SharePoint – integriert hat, geht IBM einen anderen Weg und bietet für unterschiedliche Szenarien eigenständige Server, die voll integriert werden können. Ein zentrales Produkt hierbei ist „Connections“. IBM Connections ist eine Social Software für Unternehmen, die es Anwendern ermöglicht, den Arbeitsalltag und die Business-Strategien effizient umzusetzen, indem auf das Fachwissen einzelner Mitarbeiter, Partner und Kunden zurückgegriffen wird. Connections bildet das Rückgrat und Herz der vernetzten Menschen. Die Stärken von Connections liegen u.a. in den umfassenden Integrationsmöglichkeiten in Arbeitsabläufe einzelner Mitarbeiter oder Teams sowie die Interoperabilität mit Produkten und Lösungen Dritter. Der Begriff Interoperabilität beschreibt dabei technische Maßnahmen, die ein Zusammenspiel heterogener Systemlandschaften ermöglichen. Dabei werden über standardisierte oder offengelegte Schnittstellen Daten zwischen zwei und mehr Systemen ausgetauscht. Dadurch können separate Systeme miteinander kommunizieren, beziehungsweise im arbeitsteiligen Verbund auf abgestimmte Art verschiedene Aufgaben übernehmen. So ist mit IBM Connections eine nahezu nahtlose Integration in Office-Produkte von Microsoft – oder die Lösungen anderer Anbieter – möglich. 

 

Ein anspruchsvolles Design ermöglicht intuitive Zusammenarbeit und intuitive Inhalte für Mitarbeiter, unabhängig von Sprache oder Standort. Dabei steht das Vernetzen von Menschen im Vordergrund: Informationen über das Fachwissen von Mitarbeitern, Einwilligungsprozesse („Opt-in“) für das Reputation Management, umfassend eingesetzte Taxonomien und Such-Technologien zum Aufbau wertvoller neuer Verbindungen. Unternehmen sind ein elementarer Bestandteil des Produkts.

Der zeitliche Vorsprung gegenüber anderen Marktteilnehmern – wie beispielsweise Microsoft - spiegelt sich auch darin wider, wie Probleme und Aufgaben gelöst werden. Die Ansätze und Lösungen wirken – exemplarisch beim Tagging oder beim Sharing von Dokumenten –ausgereifter.

 

Und auch bei der kommenden Generation von Connections wird IBM noch eine „Schippe drauflegen“. Erweiterte Community-Metriken, neue und erweiterte Funktionen für die Activity Streams sowie die Einbindung von (externen) Apps werden zusätzlichen Nutzens stiften.

 

Fazit

 

Man muss sich nicht weit aus dem Fenster lehnen, um festzustellen, dass IBM gegenwärtig der Taktgeber ist wenn, es darum geht, Anforderungen von Unternehmen hinsichtlich Social Business mit der Zuverlässigkeit und Sicherheit einer echten Business-Software zu befriedigen. Zwar gibt es weitere zahlreiche Anbieter auf dem Markt für soziale Software und soziale Netzwerke, jedoch müssen diese ihre Tauglichkeit hinsichtlich der Erfüllung der Anforderungen der IT-Verantwortlichen und Unternehmen erst noch beweisen. Durch die Einbindung von Drittsoftware kann der Nutzen noch weiter gesteigert werden.

 

Auch muss man kein Prophet sein, dass Microsoft in den kommenden Jahren den Markt für Office-Produktivitätslösungen dennoch weiterhin dominieren wird. Mit Sicherheit nicht so allumfassend wie in der letzten Dekade, allerdings noch mit der größten Relevanz. Microsoft profitiert von der hohen installierten Basis, der Kundenbindung und in Teilen auch von der Kundenzufriedenheit. Die enormen Investments in die organische Weiterentwicklung der Produkte, in das Partnernetzwerk und in Zukäufe werden es ermöglichen, ein relevantes Portfolio anbieten zu können. Jedoch ist der gegenwärtig fehlende „Social Layer“ im Portfolio von Microsoft nicht zu übersehen. Die Herausforderung wird einerseits darin bestehen, die gesamten Maßnahmen in die kommende Produktgeneration harmonisch zu integrieren. Auf der anderen Seite bedarf es aber auch eine umfassende Bereitstellung von Social-Business-Funktionalitäten in die aktuelle Produktgeneration.

 

Diesen fehlenden sozialen Layer kann IBM mit Connections abbilden. So setzen gegenwärtig immer mehr Unternehmen auf eine Koppelung der Produkte SharePoint (2010) mit Connections. Namhafte Firmen wie Bayer, Bosch oder Continental haben sich bereits hierfür entschieden. Oder in anderen Worten: Unternehmen, denen SharePoint als Social Software nicht ausreicht und die an der Leistungsfähigkeit der jungen Internetunternehmen zweifeln, können ihre bestehende Plattform mit IBM Connections aufwerten und so die Stärken von SharePoint mit denen einer ausgewachsenen Social Software koppeln.

 

Losgelöst von der Plattformdiskussion ist es jedoch am wichtigsten, dass Unternehmen, die Social Business Tools verstärkt nutzen, auch davon profitieren. Hierdurch kann ein Wettbewerbsvorteil erarbeitet werden. Sicher ist auch, dass die E-Mail noch lange nicht tot ist Vielmehr wird Social Business Software Seite an Seite mit ihr weiterhin die Art ändern, wie Menschen arbeiten.