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10.04.2019 von hs

Fiducia & GAD: Neue Perspektiven mit Open Innovation

Wie sieht das Zusammenspiel von Mensch und Technik künftig aus? Wie lassen sich reale und virtuelle Welt sinnvoll miteinander verknüpfen? Welchen Nutzen bringt Künstliche Intelligenz für die persönliche Beratung? – Gemeinsam mit ihren Kunden richtete die Fiducia & GAD vom 8. bis 11. April auf der COM19 in Münster den Blick nach vorn und in die Zukunft.

Virtual Reality hält auch im Finanzwesen Einzug

Im Raum Perspektiven erlebten Messebesucher zum Beispiel, wie sich Trends wie Mixed Reality für das Bankgeschäft einsetzen lassen – ein interessantes Szenario insbesondere für junge Bankkunden. „VR Finance Fiction“ nennt sich diese neue Entwicklung. In einem nachgestellten Jugendzimmer auf der COM konnte der interessierte Besucher über eine VR-Brille in die virtuelle Welt eintauchen, sich selbst in der Zukunft sehen und verschiedene Missionen spielen. Thematisch drehten sich die Challenges um Elemente des Bankgeschäftes wie etwa den Zahlungsverkehr oder das Bezahlen im Ausland. So wurden neue Produkte oder Prozesse rund um das Bankgeschäft spielerisch veranschaulicht. Das Ziel: Über die VR-Erlebniswelt sollen wieder mehr junge Bankkunden den Weg in die Filiale finden. 

Aber auch an weitere Zielgruppen und Geschäftsmodelle ist beim Blick in die Zukunft des Bankgeschäfts gedacht: etwa mit Ideen zur „SilverBank“ für die ältere Generation, zum möglichen Einsatz der Additiven Fertigung in der Bank oder dem Potential der neuen Plattform genosharing.de, über die Nutzer Gegenstände aus- oder verleihen können. Auch Lösungen zu den Themen Krypto-Währung, Internet of Things oder Robo-Advisory werden gezeigt – die Innovationsfelder bei der Fiducia & GAD sind vielfältig.

KI hoch im Kurs 

Bei der Umsetzung neuer Lösungen für die Banken und Bankkunden spielt der Einsatz von Künstlicher Intelligenz eine zunehmend wichtige Rolle. Mit kiu ist heute bereits ein Chat-Bot für den Bankkunden im Testeinsatz. Über Sprach- oder Texteingabe gewährt der digitale Assistent dem Nutzer Zugriff auf seine Bankkonten. So erhält er Informationen über seine Kontostände und Umsätze oder auch darüber, wieviel er in einem bestimmten Zeitraum online gekauft oder fürs Tanken ausgegeben hat. 

Für den Einsatz im Kundenservice hat die Fiducia & GAD den virtuellen Assistenten Botto – einen Chat-Bot mit KI-Komponenten – entwickelt. Er ermöglicht eine schnellere und qualifiziertere Bearbeitung von Kundenanfragen im Kundenservice der Fiducia & GAD. Ab 2020 soll der Chat-Bot etwa 15 Prozent aller Anfragen an den Kundenservice der Fiducia & GAD – dies entspricht etwa 100.000 Anfragen – selbstständig beantworten können. 

Banken im Innovationsprozess eingebunden 

Bei der Entwicklung neuer Lösungen setzt die Fiducia & GAD auf Open Innovation. „Unser Innovationskonzept setzt nicht nur auf die Ideenkraft und die Erfahrung unserer Mitarbeiter, sondern auch auf die enge Kooperation mit unseren Kunden“, betonte Klaus-Peter Bruns, Vorstandsvorsitzender der Fiducia & GAD. „Ziel ist es, Banken frühzeitig in die Entwicklung innovativer Lösungen einzubeziehen. So kommen wir ihren Bedürfnissen noch näher.“ 

So hat der IT-Dienstleister zum Beispiel die Community „Einfach Mitmachen“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, ein dauerhaftes Innovations-Netzwerk aufzubauen, das sich austauscht, Themen vorantreibt, Innovationen in einer frühen Phase erprobt, validiert und bei Markteinführung schnell in den breiten Einsatz bringt. Bei gemeinsamen Treffen stehen Einblicke in die Innovationsarbeit, Methodenkompetenz und gemeinsam erarbeitete konkrete Themen im Fokus. Wie die Innovationsarbeit konkret aussieht und welche Methoden wie etwa Design Thinking und Lego Serious Play dabei helfen, können die Messebesucher in verschiedenen Workshops und Speed-Foren auf der COM19 selbst erleben.