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10.11.2017 von hs

E-Mail Kampagne: Deutschland ist Schlusslicht bei Öffnungsrate

Öffnungsrate steigt bei deutschen Verbrauchern auf 30,38 Prozent. Im direkten Branchenvergleich ist der Online-Versandhandel Performance-Sieger.

E-Mail-Marketing-Performance, Quelle: Cheetah Digitial

 

E-Mail-Marketing gehört nach wie vor zu den effizientesten Werbeformen überhaupt. Dies liegt nicht zuletzt an der unverändert hohen Akzeptanz der elektronischen Post bei den Verbrauchern: Gegenüber dem Vorjahr ist die E-Mail-Öffnungsrate in Deutschland um weitere 1,3 Prozent auf insgesamt 30,38 Prozent angestiegen.

 

Klickrate weiter gesunken

 

Von der Problematik des Kundenengagements bleibt jedoch auch die E-Mail nicht verschont: Die Klickrate sinkt in Deutschland im direkten Jahresvergleich um 1,3 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent. Dies ist das Ergebnis des aktuellen E-Mail-Marketing Benchmark Reports von Cheetah Digital, für den über 17 Milliarden E-Mails aus Kundenbindungskampagnen von mehr als 1.300 Unternehmen aus Deutschland, Frankreich und Spanien ausgewertet wurden.

 

Deutschland ist Schlusslicht bei Öffnungsrate

 

In Europa bildet Deutschland demnach sowohl bei der Öffnungs- als auch bei der Klickrate das Schlusslicht hinter Frankreich (43,61 bzw. 5,08 Prozent) und Spanien (37,18 bzw. 5,28 Prozent). Bei der „Click-to-Open“-Rate, die als Indikator für die Reaktionsbereitschaft der Empfänger gilt, schafft es Deutschland immerhin auf Rang zwei (12,94 Prozent).

Abmelderaten stabil – Rückläuferquoten gesunken

 

Mit Blick auf die untersuchten Branchen tut sich bei den deutschen Öffnungs- und Klickraten vor allem der Online-Versandhandel (25,46 bzw. 3,92 Prozent) hervor. Die deutsche Tourismusbranche (17,97 bzw. 2,4 Prozent) hat hingegen am meisten mit einer unterdurchschnittlichen Performance zu kämpfen. Branchenübergreifend sind die Abmelderaten in Deutschland jedoch stabil geblieben (0,18 Prozent). Und auch die durchschnittliche Rückläuferquote ist in Deutschland weiter gesunken: Der erneute Rückgang an nicht zugestellten E-Mails um 10 Prozent auf 2,06 Prozent lässt auf die hohe Bedeutung schließen, die deutsche Marketing-Spezialisten dem Qualitätsmanagement ihrer Datenbanken inzwischen beimessen.

 

Aufs vergangene Jahr gesehen wurde die größte Anzahl an E-Mail-Marketing-Kampagnen im Monat Dezember (14 Prozent) ausgespielt. Dabei ist eine von fünf E-Mails an einem Donnerstag (22 Prozent) versendet worden.

 

„Immer öfter ist die Rede davon, dass das E-Mail-Marketing nicht mehr zeitgemäß ist und von Kanälen wie sozialen Netzwerken verdrängt wird. Viele Werbungtreibende stellen sich daher die Frage, ob sich diese Art von Marketing überhaupt noch lohnt. Mit Blick auf die aktuellen Ergebnisse des Cheetah Digital Benchmark Reports kann es darauf nur eine Antwort geben: Die E-Mail ist und bleibt ein leistungsstarker Dialogkanal, um potenzielle Interessenten wirksam zu erreichen“, so Stéphane Baranzelli, Managing Director Europe bei Cheetah Digital. „Der auffällige Rückgang im Kundenengagement ist dabei vor allem auf die veränderten Anforderungen auf Kundenseite zurückzuführen. Erwartet werden heute datenoptimierte und maßgeschneiderte E-Mail-Angebote, die auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden einzahlen. E-Mails mit einem klaren Kundenfokus werden auch in Zukunft maximal performen!”