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14.11.2017 von Gregor Kolk, Business Development Lead bei Adobe Deutschland

Der Durchbruch der elektronischen Signatur steht kurz bevor

Noch haben viele Firmen und Unternehmensabteilungen das Potenzial der elektronischen Signatur nicht erkannt, denn bisher verunsicherten sie ungeklärte Fragen. Doch nun ist der Weg frei. Die Chancen für eine breite Akzeptanz der elektronischen Signatur stehen derzeit so gut wie noch nie.

Nicht nur die Generation Y möchte medienbruchfrei kommunizieren – es locken unter anderem hohe Prozesseffizienzen

Steht eine smarte Technologie kurz davor, einen analogen Vorgang zu verdrängen, sprechen Experten von einer digitalen ­Wende (Digital Inflection Point). Unserer Einschätzung zufolge ist dieser Punkt im Fall der elektronischen Unterschrift so gut wie erreicht. Drei Indikatoren sprechen für den Durchbruch im Massenmarkt. Erstens haben sich klare Begriffe etabliert, zweitens wurden Technik-Hürden beseitigt und ­drittens steht der rechtliche Rahmen fest. 

Elektronische Signatur oder Unterschrift?

Ob jemand elektronische Unterschrift oder elektronische Signatur sagt, ist im Grunde genommen unerheblich. Beides bezeichnet ein und dieselbe Sache. Einzige Ausnahme: Die qualifizierte elektronische Signatur. Sie ist eine Spezialform der elektronischen Unterschrift und bietet das höchste Niveau an Rechtssicherheit, setzte aber bisher eine aufwendige Infrastruktur voraus. Denn für die qualifizierte elektronische Signatur brauchten Nutzer bisher ein Lesegerät für eine Chipkarte samt PIN-Codes. Für den Alltag ist das ungeeignet und auch nicht mehr nötig, denn mittlerweile genügt ein Touch-­Display, um eine elektronische Unterschrift zu leisten. Da 78 Prozent der Deutschen ein Smartphone verwenden, hat also fast jeder die nötige Technik griffbereit. 

Auch der Gesetzgeber ist smarter geworden

Dass sich Smartphones als rechtssichere Signatur-Geräte eignen, bestätigt auch der Gesetzgeber. Mit der eIDAS-Verordnung hat die EU die Fernsignatur (Cloud Signature) eingeführt, die seit 2017 EU-weit gilt.  Die Fernsignatur entspricht dabei der sichersten Unterschriftsform. Mit Adobe Sign haben wir diese bereits umgesetzt: Cloud-basiert, rechtssicher und ohne Extra-Hardware. Der positive Effekt dürfte bald im Alltag spürbar sein. Laut ­einer Studie von Arthur D. Little ist der Markt zwar noch fragmentiert, wächst aber dynamisch und die über viele Jahre hinweg gepredigten Sicherheitsbedenken lösen sich zusehends auf. Kein Wunder also, dass immer mehr Anwender der elektronischen ­Signatur vertrauen und sie zunehmend an Beliebtheit gewinnt.

 

Mehr zu Adobe Sign lesen Sie im deutschen Adobe Document Cloud Blog: https://adobe.ly/2yuIWrH