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09.08.2018 von hs

AOK Systems: Analytics-Lösung für Krankenkassen

Die AOK Systems GmbH stellt führenden gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungen in Deutschland die SAP-basierte Branchenlösung oscare zur Verfügung. Durch das Zusammenspiel der Frontend-Lösungen von SAP Business Objects und von Data-Warehouse-Prozessen auf Basis der Anwendung SAP Business Warehouse powered by SAP HANA verfügen die Kunden der AOK Systems heute über analytische Prozesse mit kurzen Antwortzeiten – individuell angepasst auf die Bedürfnisse der jeweiligen Kasse.

Die AOK Systems GmbH entwickelt SAP-basierte und individuelle IT-Komplettlösungen für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung in Deutschland. Das Unternehmen beschäftigt hierzu am Hauptsitz Bonn und an fünf weiteren Standorten über 500 Mitarbeiter, davon ein großer Anteil SAP-Experten. „Zu unseren Kunden zählen alle elf AOKs und der AOK-Bundesverband sowie weitere gesetzliche Krankenkassen (GKV), wie BARMER und KBS“, erklärt Thomas Brunner, Produktmanager Business Intelligence, AOK Systems GmbH. „Mit unseren Lösungen werden über 50 Prozent der gesetzlich Versicherten in Deutschland betreut.“

In enger Partnerschaft mit SAP baut der Anbieter über anderthalb Jahrzehnte die GKV-Branchenlösung oscare kontinuierlich aus und implementiert sie bei seinen Kunden. Die Lösung deckt die GKV-spezifischen Kernprozesse der gesetzlichen Krankenversicherung umfänglich ab und umfasst dabei u.a. operative ERP-Systeme, das Kundenbeziehungsmanagement (CRM) und viele weitere. Hinzu kommt die Data-Warehouse- und BI-Infrastruktur. „Wir passen die GKV-Branchenlösung oscare auf Basis der SAP-Software fortlaufend den gesetzlichen und funktionalen Anforderungen unserer Kunden an“, erklärt Brunner.

 

Befreiungsschlag in puncto Performance und Datenintegration

 

Mit der Umstellung des klassischen Data-Warehousing auf die In-Memory-Plattform SAP HANA will die AOK Systems die gewachsene BI-Infrastruktur oscare BI in puncto Performance, Flexibilität und Zukunftsfähigkeit neu definieren. Frontend-seitig löst die AOK Systems die Werkzeuge der SAP-Business-Explorer-Suite sukzessive durch die Lösungen von SAP Business Objects ab. Die Software SAP Lumira, SAP Lumira Designer oder SAP Analysis werden den Anwendern künftig als moderne Arbeits- und Administrieroberflächen und Modellierungswerkzeuge zur Verfügung stehen. Darüber hinaus werden die Dienstleister mittelfristig neben dem Umstieg auf SAP BW auch die CRM-Anwendungen von oscare auf SAP HANA umstellen und bald auch die ERP-Prozesse der oscare-Lösung auf SAP S/4HANA migrieren.

Parallel hierzu hat die AOK Systems längst damit begonnen, die neue oscare-Plattform schrittweise bei ihren Kunden auszurollen. Die Umstellung der Data-Warehouse-Landschaft auf SAP HANA ist mittlerweile bei allen Kunden abgeschlossen, erste Folgeprojekte laufen. Die eindeutig positive Bilanz: „Schon alleine der Umstieg auf die SAP-HANA-Datenbank war für unsere Kunden in puncto Performance und Datenintegration ein wahrer Befreiungsschlag – und zwar noch ohne Optimierung des Datenmodells“, fasst Thomas Brunner zusammen.

Die AOK Systems konnte damit das gesamte Spektrum von Auswertungen, Reports und Analysen beschleunigen, das die GKV benötigt. Das beginnt bei den gesetzlichen Anforderungen und Statistiken bis hin zum Morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich oder der Deckungsbeitragsrechnung. „Darüber hinaus verwischen mit dem Umstieg die Grenzen von transaktionalen und analytischen Prozessen. Es handelt sich also nicht nur um ein Plus an Funktionalität, sondern um einen Paradigmenwechsel mit völlig neuen Einsatzmöglichkeiten“, so Brunner weiter.

Bereit für Massendaten und Echtzeit-Analytik

Zudem greifen die Frontend-Lösungen von SAP Business Objects und die neuen Data-Warehouse-Prozesse auf Basis der SAP-HANA-Plattform perfekt ineinander. „Unsere Kunden verfügen somit über analytische Prozesse, deren Ergebnisse auf individuell angepassten und intuitiven Arbeitsoberflächen sichtbar gemacht werden – von wo der Anwender in Echtzeit neue Aktionen auslösen kann“, schildert Brunner. Damit sieht die AOK Systems ihre Kunden schon heute bestens gerüstet für den Umgang mit steigenden Datenvolumina und zunehmend digitalen Arbeitsabläufen im Gesundheitswesen. „Mit dem Umstieg auf SAP HANA haben wir die methodischen und technischen Voraussetzungen für zukunftsträchtige Geschäftsmodelle auf Basis von Massendaten sowie operativer und prädiktiver Echtzeit-Analytik geschaffen“, ist sich Thomas Brunner sicher.

Auch in Zukunft will die AOK Systems den Krankenkassen weiteren Nutzen aus SAP HANA erschließen. „Wir werden oscare kontinuierlich zu einer Big-Data-Analytics-Lösung ausbauen, die unsere Kunden speziell im Hinblick auf innovative Entwicklungen im Rahmen der digitalen Transformation wirkungsvoll unterstützt“, verspricht Brunner. Dazu gilt es beispielsweise, strukturierte und unstrukturierte Massendaten, wie Social-Media- oder Geo-Daten, und prädiktive Analyseverfahren voll einzubinden. Die nahtlose Verknüpfung transaktionaler Daten aus den ERP-Komponenten, analytischen Daten aus dem Data Warehouse und den Frontend-Werkzeugen von SAP Business Objects erlaubt Fallentscheidungen in Echtzeit und ermöglicht völlig neue Service-Funktionen. Darüber hinaus bildet sie die Basis für neue Geschäftschancen oder Partnerschaften in einem zunehmend digital vernetzten Gesundheitsmarkt.