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11.06.2018 von hs

IT-Spezialisten aufbauen und binden

Die Digitalisierung schafft in Unternehmen einen enormem Bedarf an IT-Kräften. Doch die sind immer schwieriger zu bekommen. Um dennoch im heiß umkämpften Markt IT-Fachkräfte für sich zu gewinnen, setzen immer mehr Firmen auf innovative personalwirtschaftliche Lösungsansätze. So rekrutiert der zentrale IT-Dienstleister der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) – ein großer Finanzdienstleister mit rund sechs Millionen Kunden – seine Nachwuchskräfte etwa über das Traineeprogramm der SPECTRUM AG. 

Konzepte für neue Mitarbeiter (Rawpixel - Fotolia)

Diese bringt als Dienstleistungsunternehmen mit ihren individuell zugeschnittenen Karriereprogrammen Studienabsolventen und Unternehmen zusammen. Während die W&W Informatik GmbH (W&W IT) von einer hohen Anzahl an qualifizierten, motivierten und vor allem sich mit dem Unternehmen verbundenen Mitarbeitern profitiert, sind diese über SPECTRUM mit einer unbefristeten Stelle abgesichert. Die Mehrheit wechselt nach Ablauf des Programms in ein reguläres Arbeitsverhältnis bei der W&W IT, die reine Abbrecherquote (inklusive Langzeiterkrankte) liegt bei nur 6 Prozent − das zeigt die Bilanz nach zwei Jahren.

 

55.000 offene Stellen in der IT warten auf geeignete Bewerber, so der Digitalverband Bitkom in einer aktuellen Umfrage. Der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern nagt am Know-how von Unternehmen im IT-Umfeld und gefährdet im schlimmsten Fall deren ökonomisches Fundament. „In der IT wirkt neben der Digitalisierung der demographische Wandel als zusätzlicher Brandbeschleuniger“, erklärt Ralph Wildermuth. Der Geschäftsführer der W&W IT weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig gute IT-Fachkräfte am Markt zu bekommen sind. „Durch den technologischen Umbruch hin zu SAP, Java, PEGA und SAS haben wir in den kommenden Jahren einen Mehrbedarf an rund 120 bis 130 Fachkräften mit alternativen Skill-Profilen für die verschiedenen Plattformen.“ Diesen Mehrbedarf versucht die W&W IT neben der Umqualifizierung der eigenen Mitarbeiter und gezielten Einkäufen am Markt auch durch das Traineeprogramm von SPECTRUM  abzufedern. „Mit Unterbrechungen arbeitet die W&W seit über  20 Jahren mit uns zusammen“, sagt Johannes Rohé, Geschäftsführer von SPECTRUM. Vor zwei Jahren startete die großangelegte Trainee-Offensive, bei der über SPECTRUM angestellte Trainees in einem Training on the Job mit flankierenden Schulungen auf gezielte Rollen (z.B. SAP-Entwickler) im Hause W&W IT für den Finanzkonzern ausgebildet werden.   

 

Und die Bilanz lässt sich sehen. „Das Programm war auf 80 Trainees ausgelegt, und auch wenn wir grundsätzlich alle übernehmen wollten, hatten wir mit Abgängen von rund 20 Prozent, also 15-20 Trainees,  gerechnet“, berichtet Wildermuth. „Doch wir haben deutlich weniger verloren. De facto gibt es nur einen Verlust von 6 Prozent, das heißt 5 Trainees“, erklärt Rohé, Geschäftsführer SPECTRUM. „Und auch im Falle von beispielsweise krankheits-, schwangerschafts- oder kündigungsbedingten Ausfällen haben unsere Kunden nichts zu befürchten. Sie profitieren von einem ganz wesentlichen Mehrwert: Sie sind rundum abgesichert, denn wir ersetzen die jeweiligen Talente und bringen sie durch Schulungen schnell auf die nötige Flughöhe.“

Die geringe Verlustquote spiegelt die hohe Aussagekraft der von der SPECTRUM AG durchgeführten Assessments wieder. Wäre das Recruiting von SPECTRUM handwerklich nicht so gut gewesen, wären dem Unternehmen deutlich mehr Trainees verlustig gegangen, ist sich Wildermuth sicher. „Da muss ja einiges passen, vom Studium über Motivation, Kompetenzen und Persönlichkeit bis hin zur Frage, ob derjenige auf die Rolle (SAP-Entwickler, PEGA-Entwickler, Projektleiter) und vor allem zu uns und zu unserer Unternehmenskultur passt.“

 

Invest in eigene Mitarbeiter statt Einkauf externer Berater

Anders als vergleichbare Dienstleister, bildet SPECTRUM seine Trainees im Training on the Job mit flankierenden Schulungen für die jeweiligen Rollen gezielt aus. Die Rollen werden je nach Unternehmensanforderungen sehr individuell ausgestattet und die Ausbildungsinhalte werden in enger Abstimmung mit dem Unternehmen erarbeitet. Wie effektiv das Traineeprogramm ist, zeigt neben der geringen Verlustquote von Mitarbeitern zusätzlich eine andere KPI. „Die Produktivität für die jeweiligen Rollen entspricht absolut dem, was wir angesetzt hatten“, sagt Wildermuth und fährt fort: „Das sind alles Rollen, die am Markt nur sehr schwer zu bekommen sind.“

 

Der Geschäftsführer des IT-Dienstleisters zieht dementsprechend ein klares Fazit: „Am Ende geht es natürlich immer um die Wirtschaftlichkeit. Der Business Case lag für mich darin, teure externe Berater durch eigene gut motivierte Mitarbeiter zu ersetzen. Und das ist uns bisher sehr erfolgreich mit Hilfe des SPECTRUM Nachwuchsprogramms gelungen.“